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Die kuriosen Mini-Sportwagen-Derivate

Bruno von Rotz - 11.07.2013

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Der “ Mini ”, der von 1959 bis 2000 rund 5,4 Millionen Male gebaut wurde, bot die Basis für eine ganze Reihe von Kleinserien-Sportwagen, wie zum Beispiel Buckle Monaco, Davrian Mk7, Deep Sanderson, GTM Coupé, Maya GT, Mini Marcos, Nota Fang, Peel Viking Sport GT, Sabre Sprint, Unipower GT, Ogle SX 1000, usw..

Die dank Grossserienproduktion günstigen Teile und die für Kitcar-Hersteller praktische Konstruktion, bei der man Motor/Getriebe zusammen mit der Vorderradaufhängungen und Rahmen einfach übernehmen konnte, schafften eine gute Basis für Sportwagen unterschiedlichster Couleur. Gemeinsam waren ihnen die vom Mini übernommenen kleinen Räder, das geerbte hervorragende Handling und Karosserien aus Kunststoff.

Ogle SX 1000 1962

Der vielleicht hübscheste Sportwagen auf Mini-Basis war wohl der Ogle SX 1000 , konzipiert von David Ogle. Nur gerade 66 Exemplare wurden Anfangs der Sechzigerjahre gebaut.

Nota Fang 1969

Der Nota Fang, ein anderes Beispiel, entstand fast durch Zufall, als Guy Buckingham, der seit 1955 in Australien Sportwagen produzierte, zufälligerweise einen verunfallten Mini Cooper S kaufen konnte. Daraus entstand ein neuer Sportwagen, der den Motor hinter dem Fahrer montiert hatte und vorne Komponenten des Nota Clubman erhielt. Immerhin 115 dieser Fahrzeuge wurden ab 1968 produziert und sie gehören sicher zu den hübscheren Mini-Sportwagen-Derivaten, obschon der Designer noch in der Schule war zu jener Zeit.

Mini Marcos von 1966

Das vermutlich bekannteste und am meisten gebaute Mini-Sportwagen-Derivat dürfte aber der Mini Marcos gewesen sein. Ab 1965 wurde er zuerst von Marcos, später dann von anderen Firmen als Bausatz- und Fertigfahrzeug vertrieben. Für Aufsehen sorgte der Mini Marcos, als er 1966 als einziges englisches Fahrzeug die 24 Stunden von Le Mans beendete

Unipower GT von 1966

Ein schneller Mittelmotor-Sportwagen auf Mini-Basis war der Unipower GT , von dem zwischen 1965 und 1970 ungefähr 75 Exemplare gebaut wurden. 193 km/h soll die Höchstgeschwindigkeit betragen haben

Deep Sanderson Cooper 1962

Und dann gab es noch den Deep Sanderson, der 1962 auf der London Racing Car Show vorgestellt wurde. Er wurde vor allem auf Rennstrecken eingesetzt, unter anderem in Le Mans, wo der Wagen einen sehr guten Eindruck machte, aber nie klassiert wurde. Während der Prototyp noch eine Aluminium-Karosserie hatte, besassen die rund 14 Produktionsexemplare Kunststoffaufbauten. Der Mini-Motor war wie bei Unipower und Nota mitschiffs eingebaut, als Aufhängungen verwendete der Erbauer Chris Lawrence seine eigenen Konstruktionen.

Das Buch “Maximum Mini: The Definitive Book of Cars Based on the Original Mini" führt über 50 Mini-Sportwagen-Derivate auf, wer also mehr wissen möchte über diese Fahrzeuge, der sei auf das umfassende englischsprachige Werk von Jeroen Booij verwiesen.

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