1000 Miglia vom Strassenrand aus
Wir befinden uns in Desenzano am Gardasee. Noch einen Tag dauert es, bis die 1000 Miglia hier vorbeikommt. Die Pizzerien hier im Ort sind üblicherweise um diese Jahreszeit schon gut gefüllt, der Gardasee ist schliesslich ein beliebtes Reiseziel. Wer einen Platz bekommen will, muss sich sputen.
Ein Tag später werden sich die Zuschauer, die den Start der Ferrari-Gruppe in Desenzano um 13:15 mitverfolgen wollen, hier scharen. Etwas später, um etwa 14:10 wird dann der Tross der “normalen” 1000 Miglia vorbeiziehen. Wir freuen uns schon darauf!
Der grosse Tag ist gekommen. Die Vorbereitungen für die 1000 Miglia in Desenzano del Garda haben bereits um 05.30 mit dem Aufbau der Absperrungen entlang der Strecke begonnen.
Die Besucher stärken sich noch relaxed in den Cafés, während die Ferrari bei bestem Wetter aufgestellt werden.
Die Startaufstellung der Ferrari nimmt langsam Formen an, die Organisation ist qualifiziert und tiefenentspannt, auch wenn Zuschauer und Radfahrer immer wieder versuchen auf die Strecke zu kommen.
Nicht nur die Teilnehmerfahrzeuge sind interessant, auch die Besucher reisen mit interessanten Autos an.
Während die teilnehmenden Ferrari nahezu vollzählig sind, werden attraktive Zuschauerplätze rarer.
Wer Stau und Verkehr vornehm umgehen will, der reist einfach über den Gardasee an.
Die Carabinieri sind beim Start allgegenwärtig, …
… schliesslich wollen über 100 Ferrari geführt werden.
Vorfreude ist die schönste Freude, auch oder gerade für die Kleinen. Nachher wird es richtig laut werden.
Die Ferrari-Truppe startet pünktlich, die Youngtimer zuerst, danach wird es mit den modernen Modelllen deutlich lauter ...
Kurz nach 14.00 treffen bereits die ersten regulären Mille-Teilnehmer ein, die elektrischen haben wir für diesen Beitrag gekonnt ignoriert. Die Vorkriegsfahrzeuge begeistern die Zuschauer, auch wenn kaum einer je in einem solchen Auto dringesessen ist.
Wer steht hier mal wieder im Weg? Natürlich die Fotografen und Streckenposten …
Die schönen und attraktiv klingenden Fahrzeuge ziehen vorbei, sie werden immer jünger. Die Sonne scheint, es ist 27 Grad Celsius, für die Teilnehmer ist noch alles in Ordnung.
Die zahlreichen Sanitätsfahrzeuge kommen nicht zum Einsatz, die Teilnehmer haben Spass und fahren überwiegend vernünftig.
Organisation ist alles. Neben der Zeitnahme werden die einzelnen Fahrzeuge den Zuschauern vor Ort qualifiziert vorgestellt. So soll es sein!
Je länger die Veranstaltung dauert, desto schwieriger wird es, den Nichtmotorsport-Fans die Sperrung der öffentlichen Strassen zu vermitteln …
Die Startnummern steigen immer weiter an, langsam ziehen auch die Ambulanzen von dannen, für die Zuschauer vor Ort ist der erste Tag um etwa 17:00 vorbei. Morgen geht es dann vielleicht an einem anderen Ort weiter, schliesslich dauert die 1000 Miglia 2025 ja noch bis am Samstag, den 21. Juni 2025.


























