Wein und Oldtimer haben mehr gemeinsam als gedacht
Wer aktuell verfolgt, wie Weinbauern zu kämpfen haben, weil ihr Absatz zurückgeht, der fühlt sich in manchen Aussagen in der Berichterstattung an ähnliche Diskussionen im Oldtimer-Umfeld erinnert.
Offenbar gehen die Verkäufe der Weinbauern und Weinhändlern seit einigen Jahren stark zurück. Man hört, dass insbesondere die Jungen (also der Nachwuchs) kaum mehr (oder viel zu wenig) Wein trinken würden.
Natürlich wird schnell nach Ursachen geforscht, so sei die “WHO” (World Health Organization) Schuld, weil sie schon geringe Alkoholmengen als gesundheitsgefährdend betrachte. Zudem seien gute Weine teuer und der klassische Vertrieb finde schlecht zu den jüngeren Leuten. Sowieso zögen die jungen Generationen Bier dem Wein vor, hätten keine Lust auf Fachdiskussionen und die komplizierte Auswahl aus verschiedenen Traubensorten und Anbaugebieten. Von komplizierter Lagerung und Jahrgangsdiskussionen wollen wir gar nicht sprechen.
Nun, ähnliches wird ja auch im Oldtimerumfeld behauptet. Die “Grünen” machten den jungen Leuten das Autofahren madig, Klassiker seien zu teuer und deren Unterhalt ebenso. Der Einstieg sei schwierig. Der Nachwuchs würde sowieso lieber ein Mobiltelefon auf Rädern fahren, interessiere sich kaum für alte Marken und noch ältere Automobile. Und so weiter.
Eine einfache Abhilfe gibt es weder beim Wein noch beim Oldtimer. Begeisterung will geweckt, Markentradition und Technologiegeschichte behutsam vermittelt werden. Am besten durch die Jungen selber, die bereits “Blut geleckt” haben, denn diese sind bei kommenden Generation vermutlich deutlich glaubwürdiger als wir alten Kläuse …


























