Eigenverantwortung oder Rückruf und Bevormundung?
Der Fiat-Chrysler-Konzern ruft 1,1 Millionen Autos (u.a. Dodge, Jeep, etc.) zurück, weil der Fahrer den Wagen verlassen kann, ohne dass die Getriebeautomatik auf “P” geschaltet ist und das Auto daher von alleine wegrollen kann. Dies soll nun wohl verhindert werden, das Auto klüger als der Besitzer sein.
Hallo? Wie war dies denn früher? Bei handgeschalteten Autos (und auch bei Automatikfahrzeugen) konnte man beispielsweise jederzeit aussteigen und den Gang in der Neutralstellung lassen, niemand erinnerte einen an diesen Lapsus. Da müssten die Hersteller ja einige hundert Millionen Autos zurückrufen!
Früher war eben der Autofahrer dafür verantwortlich, dass er seinen Wagen sinnvoll sicherte, sei dies am Berg oder auf flacher Strecke. Er zog seine Handbremse selbständig an, legte ja nach Neigung den Vor- oder Rückwärtsgang ein, fertig. Offenbar traut man ihm heute selbiges nicht mehr zu. So ist auch zu erklären, dass ein moderner BMW die Wegfahrt verweigert, wenn eine der Türen nicht korrekt geschlossen ist.
Alle diese Sicherheitsvorrichtungen mögen vielleicht den einen oder anderen Unfall verhindern, sie machen aber oftmals auch das Leben schwieriger und endmündigen den Autofahrer, der einstige Verhaltensweisen, wie eben das Einlegen des richtigen Gangs vor dem Verlassen des Wagens, zunehmend verlernt.


























