Oldtimerfahrer tanken in der Regel Bleifrei mit Zusatz

Bruno von Rotz
11.05.2015

Frage der Woche - Bleifreies Benzin mit oder ohne Zusatz?

Als in den Achtzigerjahren das bleifreie Benzin eingeführt und in der Folge bleihaltiges Benzin verboten wurde, fürchteten viele Oldtimer-Besitzer um die Langlebigkeit ihres Motors. Die einen rüsteten den Motor daher um, andere vertrauten den Versprechen der Hersteller, dass Blei unnötig sei, wiederum andere ergänzten das Benzin mit Bleizusätzen oder ähnlich gelagerten Stoffen, die man beim Tanken im richtigen Verhältnis zugeben konnte.

Heute spricht man kaum mehr über dieses Thema, man hat sich an das Fehlen des Bleis und das Zugeben von Bleiersatz gewöhnt. Zwei Drittel aller antwortenden Oldtimerbesitzer in der letzten Zwischengas-Umfrage schützen ihren Motor durch die richtige Zumischung von Bleiersatzstoffen, 49.6% (absolut) tun dies bei jedem Tankvorgang, 17,5% (absolut) bei jedem zweiten oder dritten Mal.

Fast 30% fahren ohne Bleizusatz, entweder, weil der Motor dies ohne Änderungen zuliess (23%) oder weil sie ihren Motor dafür umgerüstet haben, respektive die Herstellerfreigabe erhielten (7%).

Die Antworten in der grafischen Übersicht:

Antworten zur Frage der Woche - Bleifrei mit oder ohne Bleiersatz

Bei den vielen zugelassenen alten Autos dürfte die Produktion und der Vertrieb dieser Zusatzstoff daher ein ziemlich gutes Geschäft sein. Die Problematik daran liegt bei den tiefen Kilometerleistungen der Oldtimerfahrer, die mögliche Schäden vermutlich erst nach vielen Jahren erkennen lassen werden.

Vom Bleiersatz zur Patina, eine neue Frage der Woche wurde nämlich bereits gestellt. Diesmal geht es darum, ob allzuviel Patina gut für den Oldtimer ist ...

Und, alle bisherigen Fragen der Wochen, respektive deren Auswertungen finden sich in einem eigenen Themenkanal .

Archivierte Einträge:

von Mu******
02.02.2016 (16:47)
Antworten
Es kommt doch auf den Jahrgang des Fahrzeuges an. Zwischen den beiden Weltkriegen gebaute Fahrzeuge benötigen absolut keinen Zusatz, weil die Ventilführungen in fast allen Fällen aus (Blei)-Bronze besteht und selbst die heute schlechtesten Kraftstoffe um vieles besser sind, als die damals angebotenen. (Ausnahme: E 10).
von Jo******
15.05.2015 (16:48)
Antworten
Als mein Oldie 1932 gebaut wurde, tankte man einen Treibstoff von viel schlechterer Qualität als der heutige Bleifrei-Sprit. Ich tanke deshalb Bleifrei 95 ohne Zusätze, achte aber insbesondere auf Autobahntankstellen im Ausland darauf, dass ich kein E10 erwische. Deshalb tanke ich dort im Zweifelsfall Super 98, nicht wegen der Klopffestigkeit (bei einer Verdichtung von 5.5:1), sondern wegen dem aggressiven Alkohol im E10.
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