Der kleine Unterschied

Daniel Reinhard
28.04.2015

Lenkread einst und jetzt - rund 60 Jahre Zeitdifferenz

Im Rennsport, vor allem in der Königsklasse Formel 1, ändert sich die Technik in kleinen Schritten von Rennen zu Rennen. Betrachtet man dann ein paar Jahrzehnte im Zeitraffer, so wird der Sprung deutlich sichtbar.

Aus Lenkrad vom Mercedes W196 aus dem Jahre 1955 wurde das Schaltpult des F1 W06 Hybrid von heute (2015). Dabei wurde es nicht nur um rund drei Viertel kleiner, sondern es bekam im Laufe der Zeit auch noch ein paar Funktionen dazu.

Fangio, Moss und Hermann konnten mit dem Lenkrad, wie der Name schon sagt, ein Auto lenken. Hamilton und Rosberg können damit noch einiges mehr anstellen. Rund 35 Möglichkeiten bietet das Lenkrad dem Fahrer, sich vom eigentlichen Fahren abzulenken. Es wurde immer mehr zu einer Play-Station-Konsole und verfügt mittlerweile über Knöpfe ohne Ende. So gibt es ausser Kupplung und Wipp-Schaltung auf der Rückseite, auch Einstellungen für Differential (Kurveneingang und Kurvenausgang), DRS-Aktivierung, Pit-Limiter (Tempomat für die Boxengasse), Warnleuchten für Gefahrenstellen, Infos von der Rennleitung, Boxenfunk, Highspeed Differential Einstellung, Renn-Start Modus, Motoreinstellungen, eine Multifunktional-Wählmöglichkeit für rund 20 weitere Einstellungen wie Batteriespeicher, Turbo, usw., "Overtake" für die Freigabe von mehr PS, Differentialeinstellung (Kurvenmitte), Parameterjustierung für die Motorbremse und und und ...

Juan Manuel Fangio und seine Kollegen mussten sich wohl nie intensiv mit ihren Lenkrädern befassen, wie es von den heutigen Piloten natürlich erwartet wird, denn sie müssen ohne Überlegung im richtigen Moment den richtigen Knopf drücken, drehen oder ziehen, um im Rennen zu bleiben oder es zu gewinnen.

Die absolut einzige Gemeinsamkeit der beiden dargestellten Lenkräder ist ihre "Abnehmbarkeit" von der Lenksäule um den Ein- und Ausstieg des Fahrers zu erleichtern (1955) oder überhaupt zu ermöglichen (2015).

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