Vor 50 Jahren in Amerika - Autos zu verkaufen
Natürlich verkauften die Leute auch 1962 bereits ihre Autos und auch die Klein-Annonce war schon lange erfunden. Auch in Road & Track gab es einen “Market Place” und darin konnte man seinen fahrbaren Untersatz anbieten, wenn man USD 5 für 25 Worte bezahlte. Eine Bildanzeige kostete USD 25 inklusive 25 Worte, zusätzliche Worte wurden mit 25 Cents in Rechnung gestellt. In jedem Heft konnten potentielle Käufer so 80 bis 120 meist exklusive Fahrzeuge finden, die oft weit unter dem Gestehungspreis verkauft wurden, wie zum Beispiel eine hübsche Sonderkarosserie auf einem Alfa Romeo Chassis.
Um ein Gefühl für die Preise zu haben, sei gesagt, dass ein neuer VW Karmann Ghia damals USD 2’295, ein Volvo 122 S 2’695, ein Buick Skylark USD 2’548, ein Hillman Super Minx USD 1’999 und ein Triumph TR 4 USD 2’849 kostete. Eine Ferrari 250 GT Berlinetta (wie oben abgebildet) mit Alluminium-Karosserie wurde also für den 2,5-fachen Neupreis eines TR 4 gehandelt. Wenn sich beide Fahrzeuge wertmässig gleich entwickelt hätten, müsste man den Ferrari heute für weniger als USD 100’000 kriegen. Autsch!
In den damaligen Inserateseiten gibt es manch spannendes Automobil zu entdecken, etwa ein Bugatti Typ 57 mit Graber-Karosserie (wo er wohl heute ist?) oder ein schnell aussehender Auto Union Sportwagen, der sogar Grand-Prix-Läufe gewonnen haben soll, 1962 aber für gerade einmal den Preis eines halben VW Karmann Ghia verscherbelt wurde.


























