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Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer für CHF 75'000 versteigert

Bruno von Rotz - 17.06.2011

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Mercedes SSKL von 1931 (copyright Daimler-Benz AG)

Am 23. Juni 1979 fand in der Nähe von Zürich eine Versteigerung von automobilen Raritäten statt, durchgeführt durch die Galerie Koller. Die Automobil Revue berichtete fünf Tage später darüber und vermeldete einen neuen Schweizer Oldtimer-Auktionsrekord. Immerhin 330’000 Franken war für einen Mercedes-Benz SSKL mit 7-Liter-6-Zylinder-Kompressor-Motor von 1929 geboten worden. Insgesamt bezeichnete die AR die Ergebnisse der Auktion als gut, von 58 angebotenen Fahrzeugen hätten 48 einen neuen Besitzer gefunden. Allerdings wurde auch angemerkt, dass nur sechs der Fahrzeuge über dem (hoch angesetzten?) Schätzpreis zugeschlagen werden konnten.

Heute, fast genau 32 Jahre später, kann man sich nur verwundert die Augen reiben, wenn man die Zuschlagspreise und Schätzwerte untersucht!
Selbst die damals rekordmässigen 330’000 Franken für den SSKL erscheinen heute wie ein Schnäppchen, aber auch die 11’000 Franken für einen Mercedes-Benz 190 SL, die 30’000 Franken für einen Ferrari 330 GTC, 23’000 Franken für einen Jaguar XK 120 Roadster oder die 16’000 Franken für ein Jaguar E Cabriolet von 1964 lassen erahnen, dass sich eine ganze Reihe dieser Fahrzeuge hervorragend als Investitionsobjekte geeignet hätten, denn eine Wertsteigerung um den Faktor 4 bis 10 oder sogar höher wäre bei vielen der Angebote bis heute drin gelegen. Nachdem kürzlich ein Mercedes Benz 300 SL Flügeltürer für über eine Million USD verkauft wurde, erscheinen die erreichten 75’000 Franken (Schätzpreis 85’000 Franken) fast unglaubhaft.

Ergebnisse der Auktion Koller vom 23. Juni 1979

Allerdings sollte man nun trotz der erreichten Wertsteigerungen nicht vergessen, dass man auch eine Stange Geld investiert hätte, um einen dieser Wagen 32 Jahre in Top-Zustand zu erhalten. Selbst für den MG TC, der für 20’000 Franken zugeschlagen wurde, hätte man wohl über die Jahre weit über 50’000 Franken an Versicherungen, Garagenmieten, Wartungs- und Restaurationsleistungen bezahlt, so dass rein nüchtern betrachtet kein allzu grosses Geschäft zusammengekommen wäre, selbst wenn man das Auto heute für einen guten Preis von über 60’000 Franken verkaufen könnte. Bei teureren Objekten rechnet sich der Fall leichter, da nur ein Teil der jährlich anfallenden Kosten proportional zum Wert sind. Etwas Glück vorausgesetzt, hätte man am Ferrari 275 GTB/2 Berlinetta, gekauft für 60’000 Franken, sicher noch etwas verdienen können bis heute, auch wenn man dazwischen 100’000 bis 200’000 Franken an laufenden Kosten berappen hätte müssen.

Wichtig am Ende sollten sowieso der Besitzer- und Fahrspass sein, den man hatte und nicht die Wertsteigerung, die man einfach als netten Nebeneffekt sehen sollte.

Es sei noch gesagt, dass der Franken von 1979 natürlich mehr wert war, als der Franken von heute, ein VW Golf Einstiegsmodell kostete 1979 rund 11’200 Franken, heute 23’400 Franken und während wir 1979 für sechs oder acht Franken ins Kino gingen, berappen wir dafür heute 16 bis über 20 Franken.

Anmerkung: Beim abgebildeten Mercedes SSKL (© Daimler-Benz AG) handelt es sich nicht um das versteigerte Objekt.

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