Continuation Cars - Segen oder Fluch?
Einer der Höhepunkte der diesjährigen Hockenheim Historic 2011 war die Fahrt von Michiel Campagne auf der Chevrolet Corvette Grand Sport aus dem Jahre 1963.
Nun wurden von der Grand Sport, die als Geheimprojekt unter Zora Arkus-Duntov entstand leider nur fünf Exemplare gebaut und diese sind nicht nur in guten Händen, sondern auch noch exorbitant teuer. Entsprechend würden wir kaum je in den Genuss kommen, das auto, mit dem Roger Penske, A.J. Foyt, Jim Hall nebst anderen Renngeschichte schrieben, im historischen Rennbetrieb in Europa zu sehen.
Um dem abzuhelfen, hat Tachyon eine “Continuation”-Serie gestartet, das Auto auf dem Hockenheimring trug die Chassis-Nummer 10 und hat bereits den FIA-HTP. In diesem Falle wurde auf Basis eines originalen Chassis eine Grand Sport mit all den Veränderungen neu aufgebaut.
Ist dies nun eine gute oder schlechte Sache? Ist es fair, wenn wirklich alte Fahrzeuge, mit Teilen aus den Sechzigerjahren gegen fast neuwertige und vollständig neu aufgebaute Rennwagen antreten müssen, die zwar die Bauprinzipien der damaligen Zeit übernehmen, aber in vieler Hinsicht modernisiert sind? Macht es Sinn, alte Lola T70 gegen “neue” T70 fahren zu lassen? Nun, aus Sicht des Zuschauers sorgt das Wiederauftauchen andernfalls verschwundener Rennwagen auf jeden Fall für Freude und solange die Autos sauber deklariert sind, ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Je nachdem müsste man sich vielleicht einfach eine Handicap-Formel für wirklich alte Autos ausdenken. Oder separate Rennklassen. Aber wo genau die Grenze ziehen? Mehr Fragen als Antworten ...






















