Moderne Kleinstserienautos als Klassikerperlen der Zukunft?
Eigentlich sind die Spezialkarosserien ja in den Sechzigerjahren mehr oder weniger gestorben. Allerdings nicht ganz und selbst heute entstehen noch Autos in kleinsten Auflagen, die sich vom Spenderfahrzeug deutlich unterscheiden. Sie passen (oder passten) in den Trend, dass auto-affine Investoren sehr viel Geld für rare und besondere Autos zahl(t)en.
Zwei Beispiele:
Als Nissan GT-R50 mit Baujahr 2021 entstanden mithilfe von Italdesign 18 Autos, die EUR 990’000 teuer waren.
Wer zusätzlich nach einem hydraulisch angesteuerten Heckflügel verlangte, zahlte noch 60’000 Euro mehr. Der 11. der 18 Wagen wird am 25. November 2023 in München für EUR 950’000 bis 1,15 Millionen angeboten.
Auch BMW mischt beim Kleinserienspiel mit. Als 3.0 CSL brachten die Münchener einen umfangreich modifizierten BMW M4 mit 553 PS und Handschaltung (!) heraus, der mit einem Verkaufspreis von rund EUR 750’000 angekündigt wurde. 50 Exemplare sollen es sein, passend zum 50. Geburtstag der M-Division. Und lackiert sind sie in den klassischen BMW-Motorsportfarben, die schon den Ur-3.0-CSL in den frühen Siebzigerjahre zierten.
RM/Sotheby’s kann den 44. dieser 50 Wagen anbieten, geschätzt sind EUR 800’000 bis 1,2 Millionen.
Sollten die beiden Autos nahe am Minimum weiterverkauft werden, hätte der Erstbesitzer kaum Geld verdient. Gefahren ist er allerdings auch nicht, denn in beiden Fällen wurden keine 200 Kilometer zurückgelegt. Dies waren also reine Investments.
Stellt sich die Frage, wie gut diese Autos nach fünf oder zehn Jahren Lagerung sein werden, wie teuer der Unterhalt werden kann und wie sich der Wert des Autos entwickeln wird. Die aktuelle Einschätzung der Szene wird man am 25. November 2023 in München beobachten können …

























