Ist dies wirklich die Lösung?
Gewiss, wir alle mögen die schönen Formen der Sechzigerjahre. Und die
Alfa Romeo Giulia Sprint GT gehört gewiss zu den attraktivsten Autos dieser Phase, Signore Giorgetto Giugiaro hat damams in Diensten Bertones gute Arbeit geleistet.
Was er wohl dazu meint, dass sein Entwurf nun mit gewaltigen 19-Zoll-Rädern und Heckspoiler, 187,4 cm Breite (Original 158 cm) und 1250 kg Trockengewicht (1040 kg) wieder aufersteht?
Eine ZF-8-Gang-Automatik (natürlich mit Schaltwippen am Lenkrad) führt die 510 PS des 2,9-Liter-V6-Motors zur Hinterachse, ganz wie es bei der modernen Giulia Limousine, von der das Gros der Technik wohl stammt, auch geschieht.
Das Ergebnis heisst “Emilia GT Veloce” und wird demnächst wohl als Neuwagen für rund EUR 400’000 angeboten, angeblich alle notwendigen europäischen Standards erfüllend. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Anbieters .
Moderne Technik unter alter Schale, auch wenn sie aus modernen Materialien besteht? Ein paar Vorteile hat dies gewiss, so kann man aus dem Auto ja vermutlich vernünftig herausschauen und trotz gewachsener Dimensionen bleibt der Emilia GT Veloce immer noch ein kompaktes (und leichtes) Auto.
Irgendwie aber können uns diese riesigen Räder und der Carbon-Look nicht so richtig begeistern, auch wenn die Kiste sicherlich beeindruckende Töne von sich gibt. Und, wenn schon ein modernes Auto, sollte es dann nicht auch designtechnisch innovativ und zukunftsschauend sein?
Alles Geschmacksache, klar. Na ja, vielleicht würden wir uns nach einer Probefahrt doch diesem Urenkel der Giulia Sprint überzeugen lassen? Bis dahin aber bleibt bei uns das Original der König …

































