Die Schweizer lassen Rundstreckenrennen nach 67 Jahren wieder zu
Die Unfall-Tragödie bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1955 hatte langreichende Folgen . Mehrere Länder erliessen generelle Verbote für Strassenrennen, die Schweiz verbot Rundstreckenrennen gleich generell. Und obwohl es immer wieder Versuche gab, dieses Rundstreckenrennen-Verbot aufzuheben, gelang es fast sieben Jahrzehnte nicht. Bis gestern. Da sprach sich nämlich die zweite Kammer der Schweiz, der Ständerat, welcher damit dem selben Verdikt des Nationalrats folgte, für eine Abschaffung des Verbots aus. Vermutlich gingen den Politikern einfach die Argumente aus, warum man denn an diesem unsäglichen und unlogischen Verbot weiterhin festhalten solle.
SwissInfo fasste den Entscheid des Ständerats, so zusammen:
“Mit 27 zu 15 Stimmen sprach sich der Ständerat weiter dafür aus, künftig Rundstreckenrennen in der Schweiz wieder zuzulassen, auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Eine Zweiteilung des Bewilligungsregimes sei nicht mehr zeitgemäss, sagte Burkart. Für Bergrennen seien die Kantone zuständig, für Formel-E-Rennen der Bund. Niemand gehe davon aus, dass künftig Formel 1-Rennen mit Verbrennungsmotoren in der Schweiz stattfinden werden.”
Und so scheint es nun tatsächlich so zu sein, dass in der Zukunft auch in der Schweiz zum Beispiel ein echter Oldtimer-Grand-Prix mit Renncharakter durchgeführt werden kann. Allerdings fehlen den Schweizern dafür natürlich mit Ausnahme von Lignières die festen Rundstrecken. Aber wer weiss, vielleicht kommt ja jetzt doch noch eines der zahlreichen Projekte, die eine permanente Rundstrecke zum Ziel haben, zum Fliegen?
































