Ein tatsächlicher Scheunenfund
Bei vielen Scheunenfunden, die durch die Presse geistern, handelt es sich ja eher um in Garagen untergebrachte Fahrzeuge, die halt etwas Staub angesetzt haben.
Beim Chrysler Windsor auf diesen Bilder ist es allerdings anders. Dieser Wagen mit Erstinverkehrssetzung 1957 wurde Ende der Siebzigerjahre in einem offenen Unterstand abgestellt und fristete seither ein ziemlich trauriges Leben. Zwar wuchs der Unterstand über die Jahre zu, trocken und warm hatte es der Chrysler allerdings nie.
Vermutlich wäre der Wagen irgendwann komplett zerfallen, doch wie es der Zufall wollte, publizierte ein Fotograf ein Bild davon in der deutschen Autobild. Dieses Foto wiederum fiel einem Mitarbeiter der AMAG auf und mit etwas Detektivarbeit gelang es ihm, den Besitzer des Chryslers ausfindig zu machen. Die beiden kamen ins Gespräch und der Wagen wechselte die Hand.
Dass die AMAG an diesem Chrysler interessiert war, hängt damit zusammen, dass die Firma in den Jahren 1949 bis 1972 in der Schweiz Autos montierte, unter anderem eben auch diesen Chrysler. Und so fand der Wagen nach rund 65 Jahren wieder nach Schinznach Bad, wo er einst zusammengebaut wurde, zurück.
Und nur wenige Tage später kann man den imposanten und 1820 kg schweren Wagen, der immerhin einen Radstand von 3,2 Meter und eine Gesamtlänge von 5,57 Meter aufweist, auf dem Stand der AMAG Classic an der Swiss Classic World in Luzern bewundern und dies noch bis am 29. Mai 2022.
Wer sich fragt, wie ein Chrysler Windsor als Neuwagen ausgesehen hat, dem sei das folgende Bild, das allerdings die Faux-Cabriolet-Version zeigt, ans Herz gelegt.

































