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Vergessene Filmautos: der Chevrolet Bel Air aus "Wild Drivers"

Paul Krüger
28.07.2021

Chevrolet Bel Air 1957 aus dem Film Wild Drivers

8,7 Sekunden! In dieser Fabelzeit soll der sonnengelbe Bel Air auf seinen dürren, traktionsarmen Diagonalreifen in "Wild Drivers" (Originaltitel: "Return to Macon County") über die Vierteilmeile gefetzt sein – handgestoppt vor laufender Kamera. Ein geheimnisvoller Kippschalter unter dem Armaturenbrett machte es möglich. Was genau Harley McKay alias Don Johnson mit ihm aktiviert hat, bleibt allerdings sein Geheimnis. Ein Knall und eine Salve Funken aus dem Auspuff müssen reichen, um den Zuschauern glauben zu lassen, dass unter der Haube jetzt die Luzi abgeht.

Im Sommer 1958 machen sich Fahrer Bo (Nick Nolte) und Mechaniker Harley auf den Weg von Georgia nach Kalifornien, um dort an der "Grand National Championship" im Drag Racing teilzunehmen. Natürlich läuft der Trip quer durch die USA alles andere als glatt. Nachdem die durchgeknallte Kellnerin Junelle zugestiegen ist, legen sie sich im Laufe der Fahrt noch mit einer Gruppe Halbstarker und einem rachsüchtigen Kleinstadtpolizisten an.

Oscar-verdächtig ist das Ganze sicher nicht, dafür steht Amercian International Pictures mit seinem Namen. Und abgesehen von den Autos und dem tollen Rock'n'roll-Soundtrack entspricht von den Frisuren über die Kleidung bis zu den Dosen im Supermarktregal alles im Film dem Entstehungsjahr 1975. Unterhaltsam ist der Unfug trotzdem. Einer der beiden Film-Chevys hat übrigens in überraschend gutem Zustand überlebt. Er wartet in einer Scheune in Kentucky auf bessere Zeiten.

Was das gelbe Hardtop-Coupé tatsächlich unter der Haube hat? Leider nur einen gewöhnlichen Small-Block-V8. Aber immerhin den heissesten, den es 1957 im Bel Air gab: den 283er mit Rochester-Benzineinspritzung und 283 SAE-PS aus 4,6 Litern Hubraum, für den Film zusätzlich von einem Paxton-Lader zwangsbeatmet und mit einer Portion Chrom aufgehübscht. An ein handgeschaltetes Dreiganggetriebe gekoppelt, dürfte es der Chevy damit in gut 14 Sekunden über die Viertelmeile schaffen. Na ja.

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