England gegen Italien - die klassische Begegnung
Heute Abend also kämpfen im Wembley-Stadion England und Italien um die EM-Entscheidung im Fussball. Wer gewinnt, wissen wir natürlich noch nicht und eine Voraussage wollen wir als Nicht-Fussball-Experten auch gar nicht wagen. Aber wir können ein wenig in der Geschichte zurückblicken und uns überlegen, wie eigentlich die “Begegnung” der beiden Nationen im Automobilbereich ausging.
Nach dem Krieg rappelte sich die britische Autoindustrie am schnellste auf, doch auch die Italiener schritten schnell voran. Die Briten erfanden, mit griechischer Hilfe, den Mini mit Front-Quermotor und bisher nicht dagewesener Raumausnutzung, die Italiener entwickelten mit dem Autobianchi Primula die erste frontgetriebene Limousine mit Schrägheck und Heckklappe.
Vielen erfolgreichen englischen Autos stand eine italienische Alternative gegenüber. Der Ford Cortina konkurrierte mit dem Alfa Romeo Giulia, die Lotus-Variante davon mit der der TI-Super-Version und später der Giulia GTA.
Anstatt eines Aston Martin DB4 konnte man sich auch einen Ferrari 250 GT Lusso kaufen oder einen 250 GT 2+2.
Und wer mit dem italienischen Fiat 2300 Coupé nichts anfangen konnte, der wählte vielleicht den Gordon Keeble? Statt eines Morris Minor konnte man einen Fiat 600 kaufen, wer keinen Jaguar XJ6 wollte, wählte vielleicht einen Alfa Romeo Sei.
Ein Ginetta G12 liess sich durchaus mit dem ATS 2500 GT vergleichen, beide hatten den Motor hinter dem Fahrer und wurden in homöopathischen Dosen hergestellt.
Und dem klassischen Mini erwuchs mit dem typisch italienischen Autobianchi A112 ein ebenbürtiger Konkurrent (Bild oben).
Fast jedem britischen Autoprodukt stellte sich eine italienische Alternative entgegen und wenn die Engländer von italienischer Designunterstützung profitierten, so halfen die Briten den Italiener gleich ganze Autos zu bauen wie im Falle von Innocenti.
Und wie ging der Kampf aus? Nun, zunächst hatte England oft die Nase vorn, später waren es eher die Italiener. Gemeinsam ist beiden Nationen, dass sie heute nur noch in einzelnen Fällen die Zügel komplett in der Hand haben, wenn es um den Autobau geht. Gehen wir also (fast) von einem Unentschieden aus? Beim Fussball darf dies dann natürlich nicht sein …


























