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60 Jahre Jaguar E-Type etwas anders

Georg Dönni
21.07.2021

60 Jahre E-Type in Shelsey Walsh (© Georg Dönni)

Vor einigen Wochen war ich mit teurer Fracht unterwegs. Der Genfer Jaguar E-Type hatte die Ehre von Philipp Porter zu seinen E60-Festivitäten nach Shelsley Walsh eingeladen worden zu sein. Und sein Platz in den Paddocks war in der Tat ehrenvoll. Da standen 885 002 und 885 005 sowie – last but not least 850 003, der älteste überlebende offene E-Type.

Erstmals in der Geschichte dieser drei automobilen Ikonen trafen sie aufeinander, obwohl sie 1961 zu dritt in Genf Dienst geleistet hatten.

885 005 hatte stets einen Sonderstatus, war es doch der Wagen, der extra für die Weltpremière in Genf in der Prototypenabteilung gebaut wurde und nie physisch auf die anderen zwei getroffen war, denn 885 002 (9600HP) und 850 003 (77RW) waren die Testwagen auf der Route de Test, wo sie engagiert den Ferrari den Marsch bliesen.

60 Jahre E-Type in Shelsey Walsh (© Georg Dönni)

Nun erstmals nach 60 Jahren standen sie brüderlich vereint. Die überwältigten Reaktionen bei den “Cognoscenti” waren entsprechend! Wir hörten aber auch: „was ist denn dies für ein Wagen, wir meinten immer 9600HP sei der Salon-Wagen“ und so konnten wir die längst fällige Aufklärung betreiben. Das illustre Trio durfte verschiedene Male den Berg, oder aus Schweizer Sicht den Hügel, hochfahren.

60 Jahre E-Type in Shelsey Walsh (© Georg Dönni)

Erst am Samstag dämmerte es einem Fotojournalisten, dass dies ein einzigartiger noch nie dagewesener Moment ist, der auf Zelluloid oder eher auf einen Chip gebannt werden musste und so wurden wir (Philipp Porter mit 9600HP, der Fahrer des Heritage Trusts mit 77RW und ich als Fahrer von 885‘005) am Sonntag frühmorgens zu einer Fotosession oben auf dem Wendeplatz der Rennstrecke geladen.

Abgesehen von unseren drei Legenden war die Ansammlung an geschichtsträchtigen Wagen schlicht überwältigend und kaum zu ermessen: Lightweight E-Types, D-Types, C-Types oder auch der legendäre Old Number 8 SS 100 Rennwagen von Jaguar waren versammelt. Auch an herausragenden Persönlichkeiten aus der nationalen Jaguar-Welt mangelte es nicht. Was aber fehlte war alles Ausländische.

Viele aus Festlandeuropa aber auch aus Australien und den USA wären gerne gekommen, aber wegen Covid wurde Ihnen die Anreise verwehrt. Wir fühlten uns schon sehr privilegiert als Frachtführer unterwegs sein zu können und unserer Verpflichtung als Betreuer von 885 005 nachkommen zu müssen.

Mit grossem Erstaunen aber nahmen wir biederen Schweizer wahr, wie locker die englischen Teilnehmer die Covid-Massnahmen interpretierten bzw. wie wir keine Vorkehrungen treffen mussten, wahrscheinlich auch weil wir nicht auf eine Person trafen, die nicht vollständig geimpft war. Und dies schon am 12. Juni! 

Italian Job - Shelsey Walsh (© Georg Dönni)

Ein weiteres Highlight war die Show rund um den legendären Film „The Italian Job“. Plötzlich ertönte am Mittag im Paddock der berühmte Song „Self-Preservation Society“ gefolgt von der Einfahrt von einem blauen, einem roten und einem weissen Mini welche von 848CRY, einem weiteren Jaguar E-Type und laut hupenden Verspafahrern verfolgt wurde. Vor der Flucht auf die Rennstrecke wurde die Kolonne von einer Meute in 60ies Kleidern aufgehalten, bevor sie unter lautem Johlen der begeisterten Zuschauer den  Berg hoch entfloh. Der originale Filmbus war auch vor Ort, leider schwächelten seine Bremsen und so konnte er nicht fahrend an dieser grossartigen Show mitwirken.

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