Hahnenkampf
Heutzutage sind dank der Digitalisierung kaum noch Grenzen gesetzt. Bildern kann und muss keinerlei Glauben geschenkt werden. So ergab sich kürzlich eine ganz lustige Geschichte bei unseren österreichischen Kollegen im Austro Classic-Magazin 1/2021 vom Morgan Sports Car Club Austria.
Das Bild mit der rennenden Henne sticht sofort ins Auge und macht natürlich auch Tierschützer auf sich aufmerksam. Klar erahnt man schon als Laie die Fotomontage und als Photoshop-User erkennt man sie auch sehr schnell, trotzdem ist der erste Blick natürlich entscheidend. Eine Publikation in der heutigen Zeit löst schnell einen dieser modernen, sogenannten "Shitstorms" aus. Hier blieb er klein, doch trotzdem regt er zum Schmunzeln an.
Ein Leser meinte: «Einigermaßen irritiert hat mich ihr eingestelltes Foto in der AC, wo gerade ein armes Huhn um sein Leben rennt. Dieser eigenartige Morganfahrer scheint das auch noch zu genießen. Naja, ist Charaktersache, wenn man auch noch mit Foto damit prahlt.»
Austro-Classic: «Ich gebe zu, dass das Foto einen Tierfreund auf den ersten Blick zu irritieren vermag. Ich kann aber behaupten, dass sich hier nicht ein paranoider Tierquäler sondern ein geschickter Grafiker betätigt hat.»
Wie meist lohnen sich eine nähere Betrachtung und ein paar Gedanken.
Sie können nämlich beruhigt sein, es ist kein Huhn zu Schaden gekommen oder legt vor lauter Schock jetzt ohne Federn seine Eier in Form eines Morgan-Kühlers. Das Huhn wurde von unserem Clubfreund, der ein versierter Fachmann mit Grafik-Programmen ist, nachträglich in das Foto eingefügt. Das kann man übrigens bei aufmerksamer Betrachtung unschwer erkennen. Siehe zB fehlender Schatten des Huhns am Asphalt, weil mit Überlichtgeschwindigkeit wird es wohl doch nicht rasen. Und wieso sollte es von hinten kommend schräg in die Fahrtrichtung hinein rennen? So blöd ist nicht einmal ein Hendl.
































