Neue Chance für die Benzinschlucker?

Bruno von Rotz
17.12.2015

Porsche 928 1978

Autos der Siebziger- und frühen Achtzigerjahre gingen bekanntlich teilweise ziemlich verschwenderisch mit dem Treibstoff um. Ein Ferrari 512 BB konnte locker mehr als 20 Liter pro 100 km verarbeiten und auch ein Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 fühlte sich mit grosszügig bemessenem Benzinnachschub wohler, von den amerikanischen “Muscle Cars” wollen wir hier noch nicht einmal sprechen.

Ferrari 512 BB 1980

Mit Spritpreisen, die locker in Richtung zwei Euro (oder Franken) gingen, überlegte es sich wohl mancher Klassikerfan zweimal, ob er sich das wirklich antun wollte. Das Füllen des Tanks des bereits genannten BB konnte locker weit über 200 Euro/CHF kosten, schliesslich flossen im Extremfall fast 120 Liter durch den Schlauch.

Chevrolet Corvette C3

Seit die Benzinpreise aber fast im Monatsrhythmus sinken, verliert dies alles seinen Schrecken und offensichtlich sagen die Auguren ja noch weitere Senkungen voraus. Vielleicht darf es also doch ein oder zwei Liter Hubraum mehr sein. Vielleicht leben wir jetzt und heute im letzten Jahrzehnt, wo man sich noch an einer grossvolumigen Chevrolet Corvette C3 erfreuen kann? Oder an einem Ferrari 400 GT? Oder an einem V8 aus Stuttgart?

Mercedes-Benz 450 SEL 6.9 1979

Wer zu lange zögert, wird den Moment verpassen und später mit seinem Schickal hadern (... ach hätte ich doch ...).

Vernünftig können wir ja immer noch beim Alltagsauto bleiben und Hybrid, Spardiesel oder E-Mobil kaufen ....

von hinti.org
17.12.2015 (15:40)
Antworten
Die Benzinkosten sind mir eigentlich ziemlich egal. Ich denke, bei den meisten Oldtimerbesitzern fallen diese aufgrund der geringen jährlichen Fahrleistung nicht ins Gewicht.
Viel eher sind grosshubraumige (und schwere) Fahrzeuge in einigen Kantonen nicht mehr attraktiv wegen der hohen Besteuerung! Im Kt. ZH kostet ein schöner Ami mit Big Block schnell mal 2500.- pro Jahr oder mehr.
So sehr ich die Regelung für "Alltagsautos" auch begrüsse; für eingetragene Veteranenfahrzeuge sollten Ausnahmen gelten.
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