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Oldtimer brauchen keine Vignetten

Bruno von Rotz
21.11.2013

Abstimmungsplakate für und gegen die Vignetten-Preiserhöhung in der Schweiz

Die Schweizer stimmen am 24. November 2013 über die Preisanhebung für die Autobahn-Vignette ab. Die Vignette gibt es seit 1985, das Volk beschloss die befristete Abgabe im Jahr 1984. 1994 wurde die Vignette in der Verfassung verankert, 1995 kostete sie statt ursprünglich CHF 30 zehn Franken mehr.

Nachdem das Referendum gegen eine auf CHF 100 verteuerte Vignette ergriffen wurde, soll das Volk nun entscheiden, ob das Autofahren teurer wird auf Schweizer Strassen.
Benötigt wird das (zusätzliche) Geld für Unterhalts- und Bauprojekte des eidgenössischen Strassenbaus.

Natürlich müssen Strassen unterhalten und ausgebaut werden, davon profitiert auch der Oldtimerfahrer. Aber im Gegensatz zum normalen Alltags-Personenwagen-Nutzer verkehrt der Oldtimer (und Grossteils auch der Youngtimer) nur einige wenige Male auf der Autobahn. Dafür pro Auto CHF 100 bezahlen zu müssen, bedeutet, dass ein Autobahn-Kilometer schnell einmal einen Franken nur für den Kleber kostet.

Dazu kommt, dass die Wechselschild-Regelung hier nicht greift. Der Kleber muss auf jeder Windschutzscheibe angebracht werden. Und wenn der seltene Wagen dann noch ab und zu auf dem Anhänger befördert werden soll, ist dafür (im Gegensatz zu Österreich) gleich nochmals eine Vignette fällig. Es kann also vorkommen, dass der stolze Oldtimer-Besitzer mit drei (!) Vignetten gleichzeitig herumfährt. Dass es neu eine zweimonatige Vignette für CHF 40, notabene dem Jahrespreis von früher, geben soll, tröstet da nur beschränkt. Und mit verursachergerechter Belastung des Autobahn-Nutzers hat das Ganze schon gar nichts zu tun, hier sind den Politikern dann zusätzliche Einnahmen wichtiger als der Lenkungsgedanke.

Keine Ausnahmen - keine Alternative zum Nein

Dabei wäre die Lösung aus Oldtimersicht doch einfach gewesen. Fahrzeuge mit Veteranenzulassung (Code 180) hätte man von der Vignettenpflicht befreien können. Der Einnahmenverlust wäre überschaubar gewesen.

So sind Oldtimerfahrer, die ökonomisch denken müssen, jetzt gezwungen, “Nein” zu stimmen ... oder später die Autobahnen zu umfahren.

Und wie sieht es in Österreich und Deutschland aus?

Vignette für Österreich 2014In Österreich kostet die Jahres-Vignette aktuell Euro 82.70, es gibt auch eine 2-Monats-Vignette für Euro 24.80 und eine 10-Tages-Vignette für Euro 8.50. Für den Anhänger muss in Österreich keine Vignette gelöst werden.

In Deutschland wird momentan eine Pkw-Maut in der Höhe von Euro 100 pro Jahr diskutiert. Deutsche Autofahrer sollen dabei durch Verrechnung mit der Kfz-Steuer entlastet werden, wobei für schadstoffarme Fahrzeuge noch nach Sonderlösungen gesucht wird. Und ob dies alles mit den verschiedenen Zulassungsmöglichkeiten (Wechselschild, H-Kennzeichen, etc.) abgestimmt ist, bleibt in der politischen Diskussion unklar.

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