Als Autos von Jahr zu Jahr billiger wurden
Wir sind es gewöhnt, dass die Autos Jahr für Jahr teurer werden, begründet durch generelle Preisanstiege und verbesserte Technik. Dies war aber nicht immer so. In den Fünfzigerjahren stieg die Produktivität stark an und die Autohersteller gaben die Effizienzgewinne an die Kunden weiter. Dies taten sie natürlich nicht ganz selbstlos, denn natürlich profitierten sie von der Preiselastizität. Je günstiger die Autos wurden, umso mehr Arbeiter konnten sich in der Zeit des Wirtschaftswunders ein eigenes Fahrzeug leisten.
So kostete der VW Käfer 1949 als Export-Modell (man konnte dieses besser ausgestattete Modell natürlich auch in Deutschland kaufen) DM 5450. Ein Jahr später zahlte man DM 5400. Und 1951 wurde der Preis auf DM 5150 gesenkt. 1954 erfolgte eine weitere Preisreduktion auf DM 4850 und 1961 mussten gar nur noch DM 4600 für einen neuen Käfer bezahlt werden. Und der Käfer wurde im Gegenzug millionenfach gekauft.
Ähnliches passierte übrigens in den Siebzigerjahren, als die Anbieter mit meist etwas kärglich ausgestattet, aber preislich günstigeren Grundmodellen durch die damalige Krise kommen wollten.
Über die VW-Käfer-Produktion der frühen Fünfzigerjahre ist übrigens kürzlich ein Buch erschienen, das wir in unserer Bücher-Ecke beschrieben haben.

























