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Fahren in der Zukunft - wie es einem Zeitreisenden aus dem Jahr 1965 heute ergehen würde

Bruno von Rotz
04.11.2013

Autos im Jahr 1965

Stellen wir uns einmal einen Mann (oder eine Frau) im Jahr 1965 vor, die durch irgendeinen mysteriösen Sprung im Raum-Zeit-Kontinuum ins Jahr 2013 versetzt würde. Nehmen wir weiter an, die Person hat bereits begonnen, sich auf unsere Errungenschaften einzustellen und sie erhält von einem freundlichen Menschen leihweise ein modernes Automobil, um einkaufen zu gehen.

Natürlich kann sie autofahren, diese Person. Sie hat es ja in den Sechzigerjahren gelernt und man kann ja davon ausgehen, dass das Autofahren viel einfacher wurde über die Dauer von fast 50 Jahren.

Doch vorerst scheitert unser Zeitreisender bereits beim Öffnen des Wagens. Nirgends findet sich ein Schlüsselloch, in den sich der klobige Schlüssel der Neuzeit stecken liesse. Zum Verrücktwerden! Irgendwann hilft ein freundlicher Passant weiter - einfach auf den Knopf drücken und alle Türen werden wie durch Geisterhand entriegelt.

Interieur Simca 1100 GLA von 1965

Zufrieden setzt sich unser Mensch aus dem Jahr 1965 in den Wagen und steht wieder vor einem ähnlichen Problem. Zwar liess sich eine Öffnung finden, in die der Schlüssel passte, aber drehen kann man ihn nicht. Nach einigem Suchen findet sich ein Knopf, der mit “Start” beschriftet ist. Doch immer noch rührt sich nichts, bis unser Besucher aus der Vergangenheit zufälligerweise wütend auf das Bremspedal tritt, als er den Startknopf berührt und die Motor zu laufen beginnt.

Auch das Einlegen eines Ganges des Automatikwahlhebels gelingt erst, nachdem vorgängig die Bremse gedrückt wurde und natürlich fehlt das gewohnte Kupplungspedal. Aber von Automatikgetrieben hatte man natürlich schon in den Sechzigerjahren gehört (siehe Bild des Simca 1100 GLA). Beeindruckt ist unser Zeitreisender vom eingebauten Fernsehgerät, obschon es nur eine Strassenkarte anzuzeigen scheint.

Eher für Verwirrung sorgen die unglaublich vielen Knöpfe, die vor allem in der Mittelkonsole angeordnet sind. Wo sind denn die einfachen beiden Schieberegler für Temperatur und die Luftverteilung geblieben? Und wozu soll eine Zahlentastatur im Auto gut sein?

Die nächste Schwierigkeit zeigt sich beim Versuch, das Fenster zu öffnen, denn es findet sich nirgends eine Kurbel und wiederum vergehen einige Momente des Suchens, bis einer der in der Türe eingebauten Knöpfe die Fenster elektrisch senken. Immerhin funktioniert der Blinker fast wie erwartet und so kann die Fahrt beginnen.

Die Fahrleistungen sind geradezu berauschend und der Unterschied zu einem Opel Kadett der Sechzigerjahre ist frappant. Ein Blick auf den Tacho zeigt schon kurz nach dem Losfahren 90 km/h und schon blitzt es ...

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