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Airborne – der kurze Höhenflug des Devin D

Bruno von Rotz
03.08.2022

Devin D von 1961 im Höhenflug (© ams)

Übersetzt bedeutet “airborne” einfach “in der Luft”. Genutzt wird der Begriff, wenn ein Flugzeug den Boden verlassen hat, genau wie der Devin D auf dem Bild oben. Man sagte diesem kleinen Sportwagen 1961 hierzulande eine grosse Zukunft voraus, sogar von europäischen Importeuren und Lizenzfertigungen war nach der Präsentation des Wagens am Genfer Automobilsalon die Rede.

Devin D am Genfer Automobilsalon 1961

Die Zeitschrift “auto motor und sport” wollte da nicht abseits stehen und publizierte im Sommer 1961 einen Testbericht der amerikanischen Zeitschrift “sports cars graphic”.

Devin D von 1960 - Fertigfahrzeug und Gitterrohrrahmen (© ams)

Deren Redakteur war vom Kunststoff-Sportwagen mit Volkswagen-Teilen (Motor, Getriebe, Aufhängungen, Bremsen) sehr angetan und berichtete von vielen Vorteilen und wenigen Nachteilen des fertig montiert knapp USD 3000 teuren Spiders (man konnte ihn als Bausatz auch für USD 1495 ohne die VW-Teile kaufen). Gegen Aufpreis montierte Bill Devin auch einen Porsche-Motor und für weiteres Geld Porsche-Bremsen. Darum tauchen heute auch immer wieder Devin D Porsche Varianten auf. Der Rest des Autos kam aus der Devin-Fertigung und beinhaltete vor allem einen Gitterrohrrahmen und die Kunststoffkarosserie. Leer wog der Devin D 543 kg.

Devin D von 1961 - Durchsichtszeichnung (© ams)

Sportlichkeit definierte sich vor 60 Jahren noch etwas anders als heute, denn der Devin D mit Standard-Käfer-Motor benötigte immerhin knapp über 18 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h. Und lief gerade einmal rund 125,6 km/h. Aber er sah halt aus wie ein Ferrari aus den Fünfzigerjahren, obschon ihn der Buckel über dem Heckmotor weniger hübsch erscheinen liessen als andere Kunststoff-Karosserien, die Devin für Umbauten von Triumph- oder MG-Modellen mit Frontmotor anbot.

Der Höhenflug des Devin D dauerte übrigens nur kurz an, auch einer Variante mit Namen Winnetou und Skoda-Technik war keine grosse Zukunft hold.

P.S. Beim Flug des Devin D (Bild oben) lässt sich gut sehen, dass das Gewicht hinten liegt, andere Autos würden beim selben Manöver wohl die Nase in den Boden hineinstecken …

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