Als Türen noch dünn sein durften
Dünner als ein belegtes Brot war die Türe eines Citroën 2 CV. Und das Foto zeigt nicht etwa einen über 60-jährigen Veteranen sondern eine Ente aus den Achtzigerjahre. Der 2 CV hatte diese Türen bis zum Schluss seiner Bauzeit und sie zeigen, wie Leichtbau auch ging.
Dass man in zwei Zentimeter dicken Türen keinen Fensterhebermechanismus oder Elektromotoren unterbringen kann, ist auch klar. Und auch gegen Kollisionen taugten die dünnen Türen kaum. Aber sie schützten vor eindringendem Regenwasser oder kalten Winden. Das Fenster ging dann eben nach aussen auf (vorne) oder gar nicht (hinten). Dafür stand auch fast die ganze Karosseriebreite den Passagieren zur Verfügung und so bot die Ente durchaus viel Platz, wenn man weiss, dass sie nur 1480 mm breit war und dazu noch ausstehende Kotflügel wie ein Vorkriegsauto aufwies. Nix Ponton-Design.
Heute wirken diese dünnwandigen und leichten Türen herrlich nostalgisch und wenn mal eine unbeabsichtigt zuklappt und das Bein noch draussen ist, hält sich der Schmerz in Grenzen. Heute würde der Gesetzgeber vermutlich einschreiten, wollte man ein derartiges Fahrzeug in grossen Stückzahlen zum Strassenverkehr neu zulassen …
P.S. Die Ente scheitere schliesslich übrigens nicht an der fehlenden Sicherheit sondern an den produzierten Emissionen und daran, dass viele Leute Ende der Achtzigerjahre modernere Fahrzeuge dem Nachkriegskonzept des 2 CV vorzogen.


























