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Die Qual der Wahl

Bruno von Rotz
06.05.2022

Honda XBR 5000 S (© Bruno von Rotz)

Wir sind bekanntlich primär eine Automobil-Plattform, aber von Zeit zu Zeit lassen sich Zusammenhänge auch gut an einem Motorrad erklären. Heute ist es wieder soweit und eigentlich ist die Thematik im Grundsatz fahrzeugtyp-neutral, allerdings ist das Thema umso brisanter, umso tiefer die Preise für ein Fahrzeug liegen.

Aber beginnen wir von vorne: Die Honda XBR 500S wurde in den Achtzigerjahren als nostalgisches Motorrad präsentiert und richtete sich gegen die Yamaha SR 500, die mit ähnlichem Konzept für überraschende Verkaufszahlen gesorgt hatte. Die Honda kam im britischen Einzylinder-Look der Sechzigerjahre daher, hatte aber moderne Technik an Bord. So halfen vier Ventile bei der Verbrennungsarbeit, gebremst wurde mit Scheiben (vorne) und ein Elektrostarter unterstützte beim Anlassen, obwohl man nicht auf einen Kickstarter verzichtet hatte! Auch die Honda XBR 500 S verkaufte sich anfänglich gut, obwohl sie nicht ganz in die Leistungsgesellschaft der Achtzigerjahre passte. Heute ist sie noch nostalgischer als damals und natürlich längst ein Oldtimer. Man kann mit ihr herrlich dahinzockeln, dank geringem Leergewicht fährt sie sich fast wie ein Moped.

Als Besitzer einer derartigen und in die Jahre gekommenen Honda XBR, die zwar noch gut fährt, aber optisch keinen Concours mehr gewinnen kann, stellt man sich früher oder später die Frage, ob man Geld und Schweiss in das Motorrad stecken soll, um es hübscher und neuwertiger zu machen. Schnell sind da grössere Summen investiert, wenn man nicht gerade ein begabter Heimwerker ist. Aber es gibt noch eine dritte Option. Man könnte sich auch ein ähnliches Motorrad kaufen mit weniger Kilometern und perfektem Pflegezustand. Auch hier sind natürlich schnell ein paar Tausender ausgegeben, aber man kommt schnell zum Ziel und kann das Ergebnis bereits vor dem Kauf begutachten. Ob sich der Liebhaberkaufpreis rechnet, ist mittelfristig unklar. Genauso unklar dürfte allerdings auch sein, wie teuer die Teilrestaurierung der existierenden Maschine kosten wird. Und schliesslich könnte man sich auch noch für die Null-Option entscheiden und einfach mit dem vorhandenen Zweirad "as is" weiterfahren, denn fahren tut sie dank bewährter Honda-Technik und -Zuverlässigkeit sowie dank gewissenhafter Wartung bisher ja tadellos.

Welche Option soll es sein?

Ähnliche Fragen stellt sich sicherlich auch mancher Besitzer eines Triumph TR-Sportwagens oder auch der Eigentümer einer Pagode. Ob man sich dann für den einen oder anderen Weg entscheidet, könnte auch noch an sentimentalen Aspekten liegen. Vielleicht hat man ja im gegebenen Wagen geheiratet, eine schöne Reise gemacht oder das Auto geerbt erhalten? Die Situation dürfte immer wieder anders sein, die grundsätzlichen drei Optionen – weiterfahren wie bisher, teil-/gesamtrestaurieren, Tausch gegen besseres Fahrzeug – aber sind weitgehend universal.

P.S. Wenn Sie eigene Erfahrungen gemacht haben, dann zögern Sie nicht zu diesem Beitrag zu kommentieren!

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