Die ersten Crossover sind bereits Youngtimer
Neulich geisterten Abbildungen eines neuen Opel Manta durch die Presse, der Nachfolger des berühmten Familiencoupés soll ein “Crossover” werden. Aktuell scheint ja aus fast allem, was einst beliebt war, ein Crossover zu werden. Dabei können die wenigsten Leute wirklich genau sagen, was denn genau ein “Crossover” sein soll.
Schauen wir ein wenig zurück. In der hiesigen Automobilpresse tauchte der Begriff Ende der Neunzigerjahre zum ersten Mal auf. Die ADAC Motorwelt schrieb damals:
“Crossover heißt die neue Fahrzeuggattung, eine Mischung aus Van, Kombi und Geländewagen mit Allradantrieb, viel Platz dank variabler Hochdach-Karosserien und freizeitorientierter Sport-und-Spaß-Ausstattungen. Subaru Legacy Outback, Volvo Cross-Country und Renault Scenic RX4 zielen bereits in diese Richtung. Weitere Modelle wie Ford Focus MAV, Opel Zafira City Trekker und Audi A6 allroad werden folgen.”
Es gibt auch Leute, die schon den Matra Rancho als Crossover bezeichnen würden. Schliesslich vereinigte dieser die Vorzüge eines normalen Personenwagens mit dem Look eines Geländewagens (und hatte aber nur Vorderradantrieb). Und damit wären wir im Jahr 1977 (Baubeginn Matra-Simca Rancho) gelandet.
Aber selbst wenn wir die Anfänge der Crossovers in den Neunzigerjahren suchen, so sind die ersten Vertreter heute bereits Youngtimer.
Allerdings scheint sich die Definition, was nun genau ein Crossover sein soll, doch stetig weiterzuentwickeln. Heute scheinen eine coupé-artige Silhouette, ein hohes Dach, Allradantrieb, vier bis fünf Sitze und ein anständiger Kofferraum zumindest die Voraussetzungen für einen Crossover zu sein und damit wären wir doch bereits ziemlich weit von einem Audi A6 allroad entfernt, der eher ein normaler Familienkombi mit etwas verbesserter Geländetauglichkeit und etwas wilderer Optik war …


























