Was macht eigentlich ein Winterauto aus?
Früher, da war es noch durchaus üblich, dass man für den Winter ein zweites Auto hatte, das man nicht schonen musste oder wollte. Es gab aber auch andere Gründe, warum man im Winter einen anderen Wagen fuhr.
Welche Eigenschaften machten wohl ein Auto zu einem guten Begleiter im Winter von einst? Es war sicherlich hilfreich, wenn der Wagen eine gute Traktion bot. Praktisch war es auch, wenn sich günstige und trotzdem wirksame Winterreifen (oder gar Spikes) aufziehen liessen. Zudem sollte er ein zuverlässiger Starter sein und möglichst über eine wirksame Heizung verfügen. Und vermutlich sollte es einen nicht schmerzen, wenn man einmal zu nahe an den Strassenrand (oder darüber hinaus) fuhr und sich eine Delle holte.
Typische Winterautos waren natürlich der VW Käfer, obwohl dieser bezüglich Heizung keine Bestnoten erhielt, die Fronttriebler von Renault oder Saab, aber auch andere günstige Wagen.
Der abgebildete Porsche 928 S hingegen wäre wohl vor 30 Jahren bei kaum jemandem in die engere Wahl gekommen, obschon er mit seiner Transaxle-Bauweise keine schlechten Voraussetzungen hatte. Aber Masse und grosse Dimensionen waren bei einem Winterauto genausowenig beliebt, wie fette Reifen und grosse flache Scheibenflächen, die man aufwändig abkratzen musste.
Auf Schnee kann so ein 928er aber trotzdem viel Spass machen, vorausgesetzt das Gelände ist eher flach und der rechte Fuss kann die Menge der Radumdrehungen direkt beeinflussen. Und genau, das wäre noch ein weiteres Kriterium für das perfekte Winterauto, eine mechanische und gut erreichbare/bedienbare Handbremse ist auf Schnee und Eis sicherlich auch von Vorteil.


























