Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners

In Erinnerung an Jack Griffith

Bruno von Rotz
16.01.2017

TVR Griffith 200 von 1965

Allzu viele Leute hierzulande werden Jack Griffith wohl nicht gekannt haben. Der Amerikaner, geboren vor rund 90 Jahren, gab uns den (TVR) Griffith. Schon früh in seinem Leben bestimmten Autos seinen Werdegang, aber erst im Jahr 1962 brachte er den Sportwagen heraus, der seinen Namen tragen sollte. Die Idee soll bei einem Nachtessen mit Carroll Shelby entstanden sein. Jedenfalls liess Griffith den Ford-V8-4.7-Liter-Motor in den kleinen TVR Grantura einbauen, der sonst jeweils mit MG-A-Vierzylinder für durchaus ansehnliche Rennergebnisse gesorgt hatte.

Um den mächtigen Ford-Motor im engen Rohrrahmen-Chassis unterzubringen, musste einige Rohre mit dem Hammer verbogen, andere gar entfernt werden, aber schliesslich passte der V8 unter die Haube des Grantura, fertig war der Griffith, ein 271 PS starker knapp 1000 kg leichter Sportwagen mit einem Radstand kaum länger als beim Mini. Dass das Ergebnis schwierig zu fahren war, versteht sich von selbst, schliesslich wurde der Grantura durch die Kur deutlich schwerer vorne, während die wenig belastete Hinterachse mit viel mehr Leistung fertigwerden musste. Doch wer es schaffte, wie Testfahrer und Entwickler Mark Donohue das Biest zu bändigen, war schnell unterwegs. Und ist es auch heute noch, denn bei historischen Rennen fahren die TVR Griffith meist vorne mit.

TVR Griffith 400 von 1967

Knapp 200 dieser Griffith 200 wurden gebaut, gefolgt von weiteren 59 Griffith 400 (auf Basis des Grantura Mk IV), dann war Schluss. TVR übernahm das Geschäft selber, nannte den Nachfolger TVR Tuscan V8. Gebaut wurde er bis anfangs der Siebzigerjahre. Der Name selber kam dann in den Neunzigerjahren mit dem TVR Griffith mit Rover-V8-Maschine zurück, mit Jack Griffith hatte dies aber nichts mehr zu tun.

Griffith baute dann zusammen mit Carrozzeria Intermeccanica noch den Griffith 600, mehr als 10 davon entstanden aber nicht.

Dem Auto aber blieb er treu, baute zusammen mit Bill Warner den Amelia Island Concours d’Elégance auf im Jahr 1996 und nahm bis zu seinem Lebensende, das er schliesslich am 8. Januar 2017 im Alter von 90 erreichte, teil. Wir werden ihn nicht vergessen!

Bild Kooperations-Partner
Bild Kooperations-Partner
Angebote unserer Partner
Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners
Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners
Loading...
Oha! Kostenlos Texte und Fotos sehen?
Zwischengas auf allen Geräten
Einfach hier anmelden:
Neu hier?
1x kostenlos registrieren und dauerhaft Inhalte freischalten!