Die Farbe beim Oldtimer
Ein grosses Autoanzeigenportal veröffentlichte kürzlich die meistgesuchten und meistangebotenen Farben in der Schweiz. 40,94% aller Anfragen suchen demzufolge nach schwarzen Autos, weitere 30,24% weisse. Es folgen Blau (6,46%), Rot (5,51%), Grau, Silber, Gelb und Grün. Beim Angebot, also den zum Verkauf stehenden Fahrzeugen dominiert ebenfalls Schwarz mit 26,3%, gefolgt von Weiss mit 19,41%, Grau mit 19,04% und Silber, das auf 11,21% kommt. Erst dann folgen eigentliche Farben wie Blau, Rot oder weit hinten Gelb.
Wenn man die Statistik vereinfachen will, suchen also rund 71% ein schwarzes oder weisses Auto, aber nur 45% des Angebots entsprechen diesen Farben. Damit steigt im Prinzip der Wert dieser schwarz-weissen Autos, während etwa bei Blau oder Grün ein Überangebot existiert.
Die Statistiken beziehen sich natürlich auf ein Angebot, das primär aus Neu- und Gebrauchtwagen, aber kaum aus Oldtimern und Youngtimern besteht.
Wie aber steht es um diese Fahrzeugkategorien? Wie wichtig ist die Farbe beim alten Blech? Möchten Oldtimerkäufer auch ihren Klassiker in Schwarz oder Weiss kaufen oder sind sie mit der bunten Farbenpalette, wie sie noch in den Siebzigerjahren üblich war, zufrieden? Statistiken hierzu gibt es kaum.
Alte Autos werden aber weit häufiger dem Farbgeschmack ihrer Besitzer angepasst als neuwertige. Gar mancher silberne, braune oder hellblaue Ferrari beispielsweise wurde irgendwann auf die Rennstallfarbe “Rot” umgespritzt und mancher Engländer wechselte in der Vergangenheit von Grün oder Schwarz zu Babyblau oder Gelb. Nichtsdestotrotz spielen aktuelle Neuwagen-Modefarben bei Oldtimer-Treffen kaum eine Rolle. Im Gegenteil! Hier herrscht Farbenvielfalt und kein Schwarz-Weiss-Grau-Muster.
Vielleicht sind ja Odltimerfahrer auch deshalb die fröhlicheren Menschen ...


























