Drei vertane Chancen auf einmal
Unter Lancia-Enthusiasten gilt das Pininfarina-Coupé als die deutlich gelungenere der beiden Gamma-Varianten. Obwohl aus dem gleichen renommierten Haus, konnte die Formensprache der Schräghecklimousine nie wirklich überzeugen. Als hätte man seinen Fehler eingesehen, schob das Turiner Designbüro deshalb im Zweijahresrhythmus neue Varianten nach, die alle der Coupélinie folgten.
Auf den bekannten Zweitürer mit geschlossenem Aufbau folgte 1978 zunächst ein "Spider" genanntes Modell mit zwei entnehmbaren Dachsegmenten und T-Bügel. Zwei Jahre später erschien mit dem viertürigen "Scala" das Auto, das die Gamma Berlina von Anfang an hätte sein sollen. Weitere zwei Jahre später vollendete der zweitürige Kombi "Olgiata" die hypothetische Modellpalette.
In Serie ging anschliessend keiner der eleganten Gamma-Ableger. Dass sich das Sortiment der Einzelstücke trotzdem in Gänze am Pariser Salon 1982 versammelte, zeigte vor allem eins: Es hätte so schön sein können. Doch da war das Schicksal der Baureihe längst besiegelt.


























