Die besondere Tabelle
Seit vielen, vielen Jahren führe ich “Buch” über die Autos, die ich kaufte, fuhr und wieder verkaufte. Irgendwann übertrug ich die gesammelten Werte in ein “Spreadsheet” des Typs Microsoft Excel (Dateiendung XLS), das ich seither pflege. Damit lassen sich die notierten Schlüsseldaten wunderbar auswerten, aber auch ohne grosse Arithmetik fallen sofort einige Dinge auf, an die man sich ohne Aufstellung wohl nicht so ohne weiteres erinnern würde.
So besass ich Autos mit 3, 4, 5, 6, 8 und 12 Zylindern, aber keines mit einem Zehnzylindermotor und auch keines mit weniger als drei Zylindern. Dafür fuhr ich vor exakt 20 Jahren einen Wankel-Sportwagen (Mazda RX-8). Dieselmotoren sind eindeutig in der Minderheit, meine Vorliebe liegt auch statistisch gesehen beim Benziner (Verhältnis etwa 14:1).
Obwohl ich ein grosser Cabriolet-Fan waren nur gut ein Fünftel der bisher besessenen Autos offene Fahrzeuge.
Eine Handvoll Fahrzeugtypen kaufte ich bisher zweimal, nämlich den Fiat 850 Spider, den Mazda MX-5, den Mercedes-Benz 300 SL (R107), den Honda NSX und den Peugeot 205 GTI, jeweils in unterschiedlichen zeitlichen Abständen und mit verschiedenen Begründungen.
Mit Ausnahme einiger weniger Japaner, eines Tschechen, eines Australiers und eines halben Amerikaners und eines Franzosen stammten alle gekauften Autos aus Deutschland, Grossbritannien oder Italien.
Leider habe ich die Durchschnittsverbräuche im Gegensatz zu den Kilometerständen nicht akribisch notiert, aber es ist doch überraschend, dass ein moderner Kombi der Zweitonnenklasse mit über 300 PS und Allradantrieb kaum mehr Benzin verbraucht als vor 40 Jahren ein Fiat Panda mit 45 PS.
Insgesamt legte ich mit den Autos bisher rund 1,05 Millionen Kilometer zurück und gab für deren Anschaffung gewaltige Summen aus, die aber natürlich beim Verkauf teilweise wieder auf mein Konto zurückflossen. Nur wenige Fahrzeuge konnte ich mit “Gewinn” verkaufen, was aber bei den vielen Alltagsautos auch eher ungewöhnlich gewesen wäre. Und aus heutiger Sicht überrascht es natürlich, wie preiswert manche damals noch jungen Klassiker zu haben waren, die ich, wie könnte es anders sein, natürlich viel zu früh wieder veräusserte.
Immer wieder versuchte ich mich an neuen Technologien. So taten in meinen Autos die unterschiedlichsten Kraftübertragungen (Multitronic, Selespeed, DSG, Wandlerautomatik, Handschaltgetriebe) ihren Dienst. Front-, Heck- und Allradantrieb wurden genauso genutzt, wie Motoren in Sauger-, Turbo- und Kompressorausführung. Überdurchschnittlich viele meiner Fahrzeuge verfügten über Kunststoffkarosserien.
Natürlich gibt es auch einige offene Punkte in meiner Fahrzeuggeschichte. Es fehlt nicht nur ein Zehnzylinder, es fehlt auch ein echtes Vorkriegsauto. Ich besass nie einen Jaguar und auch nie einen Maserati, um nur wenige Beispiele zu nennen. Aber auf der Liste haben ja noch einige Autos Platz …


























