Es war einmal ... Anfahren mit dem Anlasser
Stellen Sie sich vor, Sie fahren über einen Bahnübergang und der Motor geht genau über den Schienen aus. Er lässt sich auch nicht mehr starten. Die Schranken beginnen sich wegen eines sich nähernden Zuges zu schliessen.
Was tun? Mit einem älteren Auto kein Problem. Ersten Gang einlegen, den Anlasser mit dem Zündschlüssel in Bewegung setzen und schon rumpelt der Wagen vorwärts. Weite Strecken schafft er so nicht, aber von den Geleisen kommt man so sicher weg.
Moderne Autos stellen sich da stur. Wenn der Gang eingelegt ist, dann lässt sich der Motor ohne Kupplungsbetätigung kaum in Bewegung setzen. An ein Losfahren mit dem Anlasser ist nicht zu denken.
Das Bahnübergangsszenario ist sicherlich unwahrscheinlich, aber früher war es gar nicht so selten, dass man den Wagen per Anlasser in Bewegung setzte. Wenn zum Beispiel die Kupplung nicht mehr trennte (siehe auch das kürzlich beschriebene Problem mit der klebenden Kupplung ) oder sonstige Schwierigkeiten mit der Kraftübertragung ein Weiterfahren verhinderten. Wenn das Benzin ausgegangen war und man sich aus einer Gefahrenzone entfernen musste. Es gab viele Gründe, den Wagen per Anlasser zu bewegen, obwohl man dies natürlich nur im Notfall tat.
Wie gesagt, alles vorbei. Es ist kein Zufall, dass heute immer wieder ganze Autobahntunnels gesperrt werden müssen, weil ein neuzeitliches Auto nur noch per Abschleppwagen zu bewegen ist.


























