Rückblick auf zwei Jahre Zwischengas - Entdeckung der gepflegten Langsamkeit
Seit bald 30 Jahren befasse ich mich nun mit klassischen Automobilen. Mein Herz schlug wohl generationenbedingt immer stark für leichtgewichtige Sportwagen der Sechziger- und Siebzigerjahre, oftmals waren die Objekte der Begierde mit schwungvollen Kunststoffkarosserien versehen. Mit Zwischengas aber galt es gänzlich neue Segmente zu entdecken und wortwörtlich zu erfahren. Und entsprechend gross war denn auch meine Überraschung, als mir das Fahren im noblen Rolls-Royce Silver Shadow ausserordentlich zusagte.
Wenn die Türe mit deutlichem Plop geschlossen wird, die Nase das feine Leder riecht und die rechte Hand geradezu mühelos den ersten Gang der Automatik einlegt, dann ist der Alltag vergessen, Stress und Gehetze werden draussen zurückgelassen. Das würdevolle Beschleunigen und das fast geräuschlose Gleiten hat eine wahrhaft therapeutische Wirkung.
Dass es nicht unbedingt einen Rolls-Royce sein muss, um diese Gefühle zu erleben, zeigte mir der Austin 3 Litre von 1970 , den ich dieses Frühjahr fahren durfte. Obschon eine Nummer kleiner und etliche Grössenordnungen günstiger, konnte auch der hierzulande äusserst seltene Austin dieses Wertigkeitsgefühl transportieren, das dem Rolls-Royce anheim ist.
Genau diese Möglichkeit, Neues zu entdecken, soll Zwischengas auch für unsere Leser bieten: Einblick in gänzlich unbekannte und oftmals auch seltene Automobile geben, möglichst vollumfänglich (Bild, Ton, Archivinhalte) darüber orientieren.





















