Konzeptfahrzeuge als beliebte Sammlerobjekte, oder doch nicht?
Am letzten Wochenende versteigerte Bonhams in Goodwood unter anderem auch drei Konzeptfahrzeuge der Marke Lotus.
Highlight war dabei sicher der Lotus Etna V8 von 1984, eine funktionsfähige Studie aus der Hand von Giorgetto Giugiaro. Im Gegensatz zu mancher Studie war der Etna V8 weitgehend fahrfähig. Man hatte ihn damals auf einer verlängerten Esprit-Plattform aufgebaut. Der Motor allerdings ist einzigartig, es handelt sich um eine Prototypenmaschine mit acht Zylindern und vier obenliegenden Nockenwellen. Runde 335 PS soll das Aggregat entwickelt haben. Obschon Lotus grosse Pläne mit dem Etna hatte, er wäre vermutlich zu einem sehr zukunftsweisenden Sportwagen geworden, zwangen finanzielle Schwierigkeiten und schliesslich das Desinteresse des Lotus-Käufers GM zum Abbruch des Projektes.
Mit £ 90’000 bis 130’000, respektive Euro 110’000 bis 160’000 hatte Bonhams den Lotus eingeschätzt, doch offensichtlich war dies dem sicher nicht geldverlegenen Publikum zuviel. Im Vergleich zu den weit über € 1 Million, die im vergangenen Jahr für den Bertone Lamborghini Marzal bezahlt wurden, ...
oder den € 600’000, die 2011 in Como für den Lancia Stratos Zero eingefordert wurden, ...
erscheinen die geforderten Beträge für den Etna allerdings mehr als human, insbesondere weil er umfangreich restauriert und komplettiert wurde. Eine verpasste Chance!
Auch der zweite Prototyp, ein Lotus M200 Speedster, der 1991 den Lotus-Stand an der IAA zierte, fand keinen Käufer.
£ 80’000 bis 120’000, respektive € 100’000 bis 150’000 scheint auch im Vergleich zum Etna nicht wenig, obschon der Speedster auch dank seiner Nähe zum damaligen frontgetriebenen Elan als voll fahrfähig beschrieben war.
Zur Versteigerung von Bonhams anlässlich des “Goodwood Festival of Speed” haben wir einen umfangreichen Auktions-Bericht veröffentlicht.


























