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Mit dem alten Rennwagen auf der Strasse

Bruno von Rotz - 24.04.2012

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MBM Sport 100 von 1960 auf öffentlichen Strassen

Heute wäre es undenkbar, ein Le-Mans-Einsatzfahrzeug oder einen Grand-Prix-Wagen zu nehmen, um damit Brötchen holen zu lassen. Nicht nur würde man vermutlich schon am nächsten Bahnübergang, Kreisel oder Strassenabsatz scheitern, auch mit der Motortemperatur gäbe es vermutlich schon bald Probleme. Und niemand käme heutzutage noch auf die Idee, im hochgezüchteten Rennwagen an die Rennveranstaltung zu fahren.

Dies war früher anders, sogar die Werksteams brachten ihre Wagen auf Achse an die Rennstrecke. Bis ungefähr Mitte der Sechzigerjahre hatten die meisten GT- und Sportwagen eine Strassenzulassung - die dafür nötigen Voraussetzungen wie Lichtanlage, Bodenfreiheit, Handbremse, etc. waren erfüllt -  und duften im normalen Strassenverkehr mitfahren. Trotzdem dürfte dies nicht immer einfach gewesen sein, denn mancher Rennwagen hatte keinen Kühlventilator und verkraftete längeres Stehen oder Schleichverkehr schlecht.

Mancher Rennwagen von früher benimmt sich heute sogar wesentlich gesitteter auf der Strasse, als er das früher tat und so kann tatsächlich auch eine Fahrt im heutigen Verkehr in Angriff genommen werden, ohne das Schlimmste zu befürchten. Trotzdem sind Stossverkehr und Langsamfahren auch heute noch nicht das bevorzugte Umfeld für einen Rennwagen, selbst wenn er einen temperaturgesteuerten Ventilator und weniger schnell verrussende Zündkerzen hat. Die Rennwagen von früher fühlten sich nämlich oft nur in einem engen Drehzahlbereich richtig wohl, darunter kann sich der für den Rennstreckeneinsatz optimierte Motor gerne mal verschlucken. Auch Kupplung und Getriebe (meist unsynchronisiert, geradeverzahnt) sind nicht auf den Stadtverkehr zugeschnitten. Und für das grosse Wochenendgepäck ist kaum ein Rennwagen vorberreitet ..

Langer Rede, kurzer Sinn - man kann (und darf!) auch heute noch im alten Rennwagen auf der Strasse fahren, aber der kluge Pilot wählt die Route vorher sorgfältig aus und nimmt Rücksicht auf die fragile Maschinerie.

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