15 Jahre Zwischengas – ein (redaktioneller) Blick zurück
Als wir im Jahr 2009 begannen, die Idee “Zwischengas” zu spinnen, da hatten wir noch keine exakte Vorstellung, was einmal daraus entstehen würde. Ja, am Anfang gab es noch nicht einmal einen Namen. Den fanden wir dann nach einem vermutlich feuchtfröhlichen Brainstorming im November 2009 und im Februar 2010 entstanden die ersten Entwürfe für die neue Website.
Über die folgenden acht Monate wurde die erste Version der Zwischengas-Plattform entwickelt, im letzten Moment erneuerten wir noch das Logo-Design.
Am 23. November 2010, also exakt vor 15 Jahren, gingen wir mit den ersten gut 60 Beta-Nutzern live, inzwischen sind es über 140’000. Wir zählten nach einem Monat rund 270 Besucher, heute sind es jährlich viele Millionen.
Im April 2011 hatten wir knapp 100 “Friends” auf Facebook, heute sind es 43’000. Aus einigen tausend Fotos zum Start wurden bis heute über 394’000, das kleine Repertoire an wenigen initial vorhandenen redaktionellen Beiträgen wuchs bis heute auf rund 16’300 Artikel/Blogs/News (einige der besten, aussergewöhnlichsten oder uns besonders in Erinnerung gebliebenen Beiträge haben wir extra in einem Kanal zusammengestellt anlässlich des 15. Geburtstags).
Fast 7000’000 Faksimiles (Zeitschriften, Prospekte, etc.) wurden bis heute publiziert, über 80’000 Auktionstransaktionen dokumentiert.
Auch unsere Leser trugen ihren Teil bei, zum Beispiel mit über 20’000 Kommentaren, 207’000 gesetzten Bookmarks und der inzwischen über 5100 Ausgaben starken Mediathek.
Würde man alles ausdrucken wollen, würden die Gestelle und Schränke unseres Redaktionsbüros wohl kaum reichen, um das Ergebnis aufzustapeln. Und man stelle sich diesen Papierwust vor, finden würde man da sicher kaum mehr etwas. Anders auf Zwischengas, da ist alles durchsuchbar, bis zum letzten Faksimile und Bild. So wollte es von Anfang an unsere Vision für Zwischengas.
Als wir damals begannen, da hatten wir einen Zeithorizont von etwa zwei Jahren. Viel weiter schauten wir gar nicht, was sich dann am einen oder anderen Ort rächen sollte. Manches ergab sich einfach, grössere Initiativen wollten über mehrere Jahre vorangetrieben werden.
Im Jahr 2014 konnten wir die Zeitschrift SwissClassics Revue übernehmen und integrieren, ein Jahr darauf druckten wir unserer erstes 260 Seiten starkes Zwischengas Jahresmagazin, das sich seither zum beliebten und jedes Jahresende ungeduldig erwarteten Jahresrückblick etabliert hat.
Unserem Startteam (Dani Reinhard, Balz Schreier und ich) stand ab August 2014 erstmals eine Praktikantin zur Verfügung.
In den Jahren 2011 und 2016 zogen wir zweimal um, die Räumlichkeiten wurden jedes Mal grösser. Und wir konnten unsere Kapazität stetig ausbauen.
Der Verkehr erreichte jährlich neue Rekordhöhen, täglich dienten wir bald vielen Tausenden von Lesern. Sogar ausserhalb von Zwischengas versorgten wir Oldtimer-Interessierte mit Lesestoff und steigerten so unsere Bekanntheit.
Immer wieder passten wir unsere technische Infrastruktur dem Wachstum an. Auch auf der Support-Seite nahmen die Anforderungen zu. Meldeten sich anfänglich ein oder zwei Leser pro Woche mit Problemen, so beantworten wir heute täglich zig Nutzer-Anfragen.
Selbstverständlich musste sich auch die Vertriebs- und Marketingseite dem Wachstum anpassen, bald war es mit dem bisschen Teilzeit-Sales neben Redaktion und Support vorbei, auch diese Seite unseres Geschäfts wurde professionalisiert.
So sind es heute über zehn Leute, die für und mit Zwischengas arbeiten, um unsere vielen Lesern, von denen immer mehr auch in den USA, in Grossbritannien oder in Thailand sitzen, mit nützlichen Informationen, spannenden Geschichten und attraktivem Bildmaterial zu bedienen.
Wir sind zum kleinen Unternehmen geworden, immer noch schlank ausgestattet, aber doch deutlich grösser als vor 15 Jahren, als wir die Reise begannen. Nicht wenige zweifelten damals, dass es uns gelingen würde, die Vision “Zwischengas” umzusetzen, aber heute bestätigen uns Leserfeedbacks täglich, dass wir es geschafft haben.
Dies ist allerdings kein Grund, jetzt die Geschwindigkeit zu verlangsamen. Im Gegenteil. Die Neuwagen von 2010 sind heute schon fast Youngtimer, die Youngtimer von damals sind heute gestandene Oldtimer. Der Stoff wird uns nicht ausgehen, wir bleiben am Ball, solange Sie, unsere Leser, uns treu bleiben. Vielen Dank dafür!




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