Die Demonics machen tolle amerikanische Musik
Was Chief Inspector Lee im Film Rush Hour über fünf singende Wellenreiter aus Los Angeles sagt, trifft auch auf eine dreiköpfige Truppe aus San Francisco zu. Denn die Demonics lassen sich im Prinzip auf diese simple Formel herunterbrechen: die Beach Boys mit einer gehörigen Extraportion E-Gitarre und klitzekleinen Prise Horror. Nur einen Namen dafür gibt es nicht so richtig. Hardsurf? Surfpunk? Motorpsycho?
Als weitere Parallele zum Surfrock der Sechziger sind nämlich überdurchschnittlich viele Lieder der motorisierten Fortbewegung gewidmet. Da gibt es zum Beispiel die etwas härtere Interpretation von Little Honda oder das auf ein zweirädriges Gefährt umgedichtete This bike of mine. Die vielleicht beste Motorradhymne der drei Wellenrocker ist jedoch das von Sänger Russ Wright komponierte 750-Four.
Auf vier Rädern hingegen werden statt Japanerinnen bevorzugt Produkte der Chrysler Corporation besungen – mal bestimmten Marken oder Modellen gewidmet wie Super Bee oder Jesus Chrysler Super Stock, mal ein eher allgemeines Bekenntnis wie Mopar or no car. Natürlich dürfen gelegentlich auch die Mädels ans Steuer, beispielsweise in Dunebuggy Denise oder She-devils on wheels.
Das dämonische Liebeslied Regan hat zwar so überhaupt nichts mit Autos zu tun, ist aber zu gut, um unerwähnt zu bleiben – und schlägt trotzdem elegant die Brücke zu Mother Superior, was quasi eine Steigerung der Little old lady from Pasadena ist. Darin ist es nicht das Vorstadtmütterchen auf dem Boulevard, sondern eine Nonne auf dem Dragstrip, die die Reifen qualmen lässt.
Der Frage nach der musikalischen Einordnung indes sind wir damit kein Stück nähergekommen. Halten wir es doch einfach wie Lemmy Kilmister: "It's all rock 'n' roll."


























