Erinnern Sie sich noch an den Marea?
Dass man einen Siata Arnica oder einen Keller Super Chief vergessen kann, ist ja nach über 70 Jahren schon möglich. Aber beim Suchen nach Autos, die 2026 ihren 30. Geburtstag feierten, stiess ich auch auf den Fiat Marea. Und obwohl es noch keine dreissig Jahre her ist, dass dieser als Neuwagen verkauft wurde, konnte ich mich an dieses Modell tatsächlich nur nach am Rande erinnern.
Der Fiat Marea trat im Jahr 1996 als Nachfolger für die Modelle Tempra und Chroma an, war aber mit 4,39 Meter Länge (Kombi Weekend 4,49 Meter) kompakter, denn die Basis lieferte der Fiat Bravo/Brava. Auch beim Design gab es Übereinstimmungen, wenn man vom Heck absah. Dieses war eigenständig und bezüglich Heckleuchtenintegration einigermassen unorthodox beim Kombi.
Es gab den Marea mit Motoren von 1,6 bis 2,4 Litern Hubraum, die Benziner gingen bis zwei Liter und 147 PS. Die Preise begannen bei rund DM 30'000 oder CHF 26'000.
Die Automobil Revue notierte 1996 nach dem Test des Fünfzylinder-2.0 HLX:
“Der Marea ist ein würdiger Tempra-Nachfolger. Design, Ausstattung, Technik und Fertigungsqualität erfüllen hohe Anforderungen, des weiteren lassen die verfügbaren Motoren viel individuellen Spielraum. Ob die Kundschaft diese kompakte Limousine auch als Ersatz für den Croma akzeptiert, bleibt abzuwarten.”
Gebaut wurde der Marea bis ins Jahr 2002, abgelöst durch Linea und Stilo Multiwagon. Heute sieht man zumindest hierzulande kaum mehr einen Marea auf der Strasse, aber vielleicht tauchen sie ja bald beim Oldtimertreffen auf …

































