Wie SUV ex USA unsere Strassen übernahmen und die Zukunft des Oldtimers beeinflussten
Ein bedeutender Anteil heutzutage neu verkaufter Autos gehörten der Kategorie “SUV” an. Es scheint, die Leute wollen gar nichts mehr anderes kaufen, dabei gehörte diese Fahrzeugart noch vor 20 Jahren zu den Nischenprodukten. Dass wir heute anstatt Kombis und Limousinen vor allem SUVs auf unseren Strassen antreffen, hat viel mit den Amerikanern zu tun. Dort sorgten besondere Gesetzgebungen und Steuererleichterungen (Chicken Tax, CAFE, Gaz Guzzler Tax) dazu, dass sogenannte “Trucks” günstiger zu bauen und mit mehr Marge verkäuflich waren.
Über die Zeit lernten die Autohersteller, die gesetzlichen Rahmenbedingungen besser auszuschöpfen und sie bauten statt klassischen Nutzfahrzeugen mit separater Chassiskonstruktion selbsttragende geländegängige Sports Utility Vehicles und Light Trucks, die aber trotzdem von den Truck-Bestimmungen profitierten.
Weil auch die Europäer mitprofitieren wollten, bauten sie in den USA ähnliche Fahrzeuge in grosser Zahl, deren Export/Import nach Europa dann wiederum erheblich höhere Margen erwarten liess. So entstanden BMW X5 oder Mercedes-Benz ML und manche anderen SUV, die schon bald Europas Strassen überschwemmten und dann eine Eigendynamik auslösen. Wer wollte schon zwischen diesen fast mannsgrossen Automobilen mit einem Kleinwagen oder einem flachen Kombi herumkurven? Vom normalen Personenwagen sah man noch knapp über die Stossfänger der hohen SUVs und fühlte sich immer weniger sicherer. Logische Konsequenz: Viele Autofahrer wechselten ebenfalls zum hochbauenden SUV und verschärften das Problem für jene, die es nicht taten.
Und in 15 oder 20 Jahren? Da wird dann auch die Mehrheit jener Autos, die zum Youngtimer und Oldtimer reifen von der Gattung SUV oder Cross-Over sein, während beispielsweise der klassische Kombi daneben längst ausgestorben sein dürfte. Ändern können wir daran kaum mehr etwas …


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