Schon bald möglich - autonomes Fahren für den Oldtimer
Die CES in Las Vegas zeigte Anfang des Jahres auf, dass der Trend zum autonomen Fahren nicht nur für zukünftige Fahrzeuge sichergestellt wird, sondern auch seinen Platz bei den historischen Fahrzeugen erhalten muss. In Zusammenarbeit mit führenden Oldtimer-Spezialisten und Medienhäusern (u.a. wurde auch zwischengas.com bei den ersten Tests begrüsst) entwickelte nun Delphic-Technology ein zukunftsweisendes Fahrassistenzsystem für historische Fahrzeuge.
Die Basis für aktuelle Fahrassistenzsysteme wie den Kollisionswarner, vor allem aber für sich sicher ohne Fahrereingriff fortbewegende Automobile ist eine zuverlässige Kommunikation von Sensorsystemen, die das Verkehrsumfeld beobachten. Bereits im vergangenen Jahr schickte Delphic einen umgebauten Mercedes-Benz 190 SL durch die Vereinigten Staaten. Auf der über 5500 km langen Fahrt von San Francisco nach New York kamen mehr als vier Petabytes an Daten für die Weiterentwicklung der Fahrassistenzsysteme und ein gerütteltes Mass an Erfahrung für historische Automobile zusammen.
Für 2016 wird nun eine nächste Generation von Steuersystemen angekündigt, die autonomes Fahren selbst bei hohen Geschwindigkeiten und kurvenreichen Strassen ermöglichen sollen. Die an dieser Entwicklung beteiligten Fahrzeuge werden dazu mit komplexen Frontkameras sowie einfachen (und versteckt montierbaren) Radarsensoren, als Absicherung der optischen Informationen, ausgestattet. Natürlich stehen eine Gewichtsoptimierung, sowie eine kompakte Abmessung im Vordergrund, dazu gesellt sich auch noch der Retrolook, wie die Frontkamera in Form eines Leica-Objektivs zeigt.
Dazu kommt die SmartLinky Schnittstelle, auf deren Basis "zwischengas" mit ihrer Technologietochter eine Oldie-App entwickelt hat. So lassen sich zum Beispiel Smartphone-Apps von Fahrer und Beifahrer mit den Infotainment- sowie den Renn- und Rallye-Systemen verbinden.
Das Einbauset für das Autonome Fahren, besehend aus Sensoren, Kamera, diversen Servopunkten und Aktuatoren, die zur Bedienung von Lenkung, Kupplung, Getriebe und Bremsen nötig sind, wird fahrzeugspezifisch entwickelt. Naheliegenderweise werden zuerst Pakete für die beliebtesten Klassiker wie z.B. den Mercedes-Benz 190 SL auf den Markt kommen. Auch für Amerikanerwagen (Bild oben), die auf ähnlichen Plattformen in grosser Zahl gebaut wurden, werden die Pakete schon früh verfügbar sein, da sie dank Automatikgetriebe und Servotechnik besonders gute Voraussetzungen für den Einbau der innovativen Technik bieten.
Wer mehr wissen möchte, kann sich auf der Website von Delphic-Technology informieren.
Alles wird gut, wir brauchen uns also keine Gedanken darüber zu machen, ob unsere Autos auch in naher Zukunft noch verkehrstauglich sind oder nicht. Kulturgut muss erhalten bleiben, koste es, was es wolle.






















