Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte
Es war einmal vor einigen Wochen. Der Weihnachtsmann war gerade mit seinen Vorbereitungen für das diesjährige Fest der Freuden fertig geworden und wollte gerade damit beginnen, seinen Schlitten mit den Rentieren vorzubereiten. Da bemerkte er, dass eines der Tiere lahmte und ein anderes Wasser verlor. Ein drittes hatte einfach keinen Bock mehr und dem Weihnachtsmann wurde klar, dass er mit einem Rentier-Schlitten, der sozusagen nicht mehr auf allen Zylindern lief, nicht gegen den Himmel steigen konnte. Ein Ersatz musste beschafft werden.
Und da der Weihnachtsmann begeisterter Zwischengas-Leser - während den langen Wartezeiten zwischen seinen Einsätzen hatte er ja Zeit genug, sich im grössten Automobil-Online-Archiv in deutscher Sprache zu tummeln - war, setzte er sich an seinen Computer - auch Weihnachtsmänner gehen mit der Zeit - und liess sich zur Inspiration alle Fahrzeugartikel in chronologischer Reihenfolge zeigen.
Er interessierte sich ausschliesslich für rote Automobile, denn dies war seine präferierte Farbe. Und da er ein wenig phantasielos war, schieden alle nicht rot-gespritzten Fahrzeuge aus.
Bald schon stiess er auf den
DIno 308 GT 4
, der ihm zwar gut gefiel, dem er aber ein zügiges Vorkommen im Schnee nicht so recht zutraute.
Dann stiess er auf den Panhard 24 CT , der seinen spezifischen Anforderungen ganz gut gerecht wurde, aber der Motorensound mochte ihm nicht ganz zu gefallen.
Beim Auto Union 1000 Sp glaubte er, bereits am Ziel zu sein, doch gab es in seiner Gegend leider kein passendes Gemisch zu kaufen.
Den Ghia 1500 GT schied er nach längerer Überlegung aus, weil er zweifelte, dass ein Gepäckträger auf dem rundlichen Dach montierbar sei.
Beim Lamborghini Diablo kam er so richtig ins Grübeln. Mit so viel Leistung wäre er ja vielleicht viel schneller fertig geworden mit seiner Arbeit. Doch als er die Grösse des Kofferaums sah, musste der Weihnachtsmann abwinken. Nicht einmal seine mittelgrossen Geschenke hätte er da unterbringen können. Schade.
Der Mini 1000 war zwar bedeutend weniger sportlich als der Diablo, hatte aber seine Talente dafür im Schnee der Monte Carlo Rallye bewiesen. Nur, der halt ein wenig beleibte Weihnachtsmann befand, dass der Mini für ihn zu klein sei.
Der BMW Z1 gefiel ihm ausnehmend gut, nur musste er einsehen, dass seine Kleidervorschriften beim Einsteigen über die versenkbaren Türen arg im Wege waren.
Eine Reihe weiterer Fahrzeuge schieden aus, weil sie sich entweder nicht mit seinen grossen Schuhen vertrugen oder weil der Wartungsdienst des Weihnachtsmannes die Unterstützung versagte.
Doch schliesslich fand er doch noch den idealen Wagen. Ein für den Rallye-Einsatz vorbereitetes MG A Coupé sagte ihm sofort zu. Nicht nur kam der sportliche Engländer dank Sperrdifferential und Kompressor auch im Schnee gut voran, mit seinem geschlossenen Dach und einer wintertauglichen Heizung versprach er auch etwas mehr Wärme im Innern. Zudem erlaubte der montierte Gepäckträger eine fast unbeschränkte Ladekapazität - die Gesetze der Schwerkraft haben den Weihnachtsmann ja noch nie sehr gekümmert - und ganz besonders war der alte Mann von der Halterung rechts im Innenraum angetan, in der er ein gebranntes Wasser für Notfälle mitführen konnte.
Und so kam es, dass dieses Jahr der Weihnachtsmann statt mit dem Schlitten im MG A unterwegs ist. Und wenn das “Ho ho ho” wegen des heulenden Kompressors nun nicht mehr so gut hörbar ist, dann wollen wir Autofans ihm dies verzeihen ...




















