Vergessene Konzeptfahrzeuge: Griffe 4
Auf den ersten Blick hätte man den Griffe 4 auch für einen Aston Martin V8 Zagato halten können.
Aber die Ähnlichkeiten täuschen, denn schliesslich stammte der Griffe 4 von Pininfarina und hiess mit kompletter Bezeichnung Peugeot Griffe 4 Coupé 4 posti. Und der Zagato-Aston wurde erst ein Jahr nach dem Griffe 4 präsentiert.
Erstmals gezeigt wurde die Peugeot-Designstudie auf dem Genfer Autosalon im März 1985 und Pininfarina wollte damit auch die 30-jährige Zusammenarbeit der beiden Firmen feiern.
Da passte ein Coupé gut ins Konzept, zumal Peugeot ja bereits 1983 den Bau des 504 Coupés gestoppt hatte.
Und tatsächlich findet man gewisse Gemeinsamkeiten, wenn man den Griffe 4 mit dem Peugeot 406 Coupé vergleicht, nur dass letzteres bekanntlich erst 1996 in Paris vorgestellt wurde. Dass sich dazwischen in der Formensprache einiges geändert hatte, ist auch klar. Aber auch das Peugeot 406 Coupé gilt als sehr schöner Entwurf.
Die Besonderheit der Griffe-4-Studie, der Rauchglas-Pavillon, schaffte es genauso wenig in die Serie wie die recht kantige Grundform des Konzeptfahrzeugs von 1985.
Zur Vollständigkeit hier noch einige Sätze aus der damaligen Presseerklärung:
“Die Außenmaße (Länge 4410 mm, Breite 1760 mm, Radstand 2680 mm) des Modells halten sich in Grenzen, aber im Inneren gibt es genug Platz, um vier Personen ein komfortables Raumangebot zu bieten.
Bei der Stilforschung wurde die Notwendigkeit eines guten aerodynamischen Profils berücksichtigt, und eine Reihe von ästhetischen Maßnahmen unterstreichen seine Leichtigkeit und seinen Schwung.
Der Dachhimmel aus rauchig-transparentem Material schließt nahtlos an die Seitenfenster an und erzeugt durch das Verdecken der dünnen Säulen vorne und hinten den optischen Eindruck einer transparenten «Kuppel», die auf das Profil der Gürtellinie des Autos drückt.
Diese Lösung ermöglicht eine gute Sicht und die ungewöhnliche Transparenz des Daches gibt den Passagieren das angenehme Gefühl, das Auto auf eine neue Art und Weise zu erleben.
Entlang der gesamten Flanke verläuft ein Muster, das die Leichtigkeit und den Schwung des Fahrzeugs unterstreicht, auch wenn seine Funktion vor allem darin besteht, die Robustheit der Struktur zu erhöhen.
Die spindelförmige Form wird durch das Fehlen der traditionellen Stoßstangen noch verstärkt, die durch in die Karosserie eingearbeitete «Aufprallzonen» vorne und hinten ersetzt wurden.
Diese Lösung (Soft-Nose und Soft-Back), die das Ergebnis modernster Technologien ist, stellt einen wichtigen Sicherheitsfaktor dar und entspricht den strengsten aktuellen Vorschriften.”


























