Hose zu Hose – Peugeot 106 Kid
Keine Idee ist verrückt genug, um nicht irgendwann einen Nachahmer zu finden. Und so fand 20 Jahre nach dem berühmten Jeans-Käfer der robuste blaue Hosenstoff wieder auf die Sitze eines Automobils. Wie der Name schon verrät, sollte der Peugeot 106 "Kid" ab September 1993 vor allem die jugendlichen Käufer ansprechen. Das tat er unter anderem mit einem schwarzen Zierstreifen unterhalb der seitlichen Scheuerleiste, blauen Instrumentenblättern, einer klappbaren Rücksitzbank und einer Mittelkonsole, die schon für den Einbau eines Radios vorbereitet war. Das Empfangsgerät selbst ging allerdings extra.
Zunächst war der Otto-Vierzylinder mit 50 PS aus 954 cm3 obligatorisch, womit die rasende Hosentasche immerhin 150 km/h erreichte. Zu Modelljahr 1996 war dann auch ein 54-PS-Dieselmotor zu haben, der in seiner anspruchslosen Robustheit gut zu den Jeans-Bezügen passte – wenn auch nicht unbedingt zum Charakter eines quirligen Stadtwagens. Doch nicht nur Sitze und Motoren waren langlebig: Währen es den Jeans-Käfer nur drei Jahre lang gab, hatte der Peugeot 106 fast fünf Jahre die Hosen an. Im Sommer 1998 durch den Peugeot 106 "Open" ersetzt – bei dem es sich allerdings nicht um eine Cabrio-Variante handelte.
































