Feuriger Flathead – Kennen Sie den Chrysler Spitfire?
Die Verwendung des gleichen Modellnamens von zwei unterschiedlichen Automarken war ein überraschend verbreitetes Phänomen. Hanomag und Opel Rekord kommen da in den Sinn. Zu den unbekannteren Fällen gehört der Chrysler Spitfire, der 38 Jahre vor dem Triumph-Roadster auf Herald-Basis auf den Markt kam. Allerdings handelt es sich beim Amerikaner im Gegensatz zum deutlich populäreren Briten nicht um ein Auto, sondern lediglich um einen Motor.
Konkret um eine dreiköpfige Familie von Reihenmotoren. Die längste Lebensdauer hatte der Seitenventiler als Sechszylinder, der vom Debütjahr 1924 bis 1959 in den USA und danach noch bis 1964 in Australien in Produkte der Chrysler Corporation eingebaut wurde. Zum Modelljahr 1926 folgte ein Vierzylinder, der aber schon nach sieben Zyklen ersatzlos entfiel. Der Achtzylinder kam 1930 im De Soto und ging 1950 im Chrysler.
Der sechszylindrige "Hitzkopf" musste in den USA 1960 einem neuen OHV-Triebwerk weichen, das recht pragmatisch nach seiner 30-Grad-Neigung "Slant-Six" ("schiefer Sechszylinder") genannt wurde. Beim Achtzylinder ging es jedoch 1951 unverändert feurig weiter: der neue Hemi-V8 hiess bei Chrysler "Firepower". De Soto folgte ein Jahr später mit dem "Firedome".


























