Sind Film-Autos wirklich zu teuer?
Es war im Jahr 2021, als ein Porsche 928 aus dem Jahr 1979 von Barrett & Jackson für USD 1,98 Millionen versteigert wurde. Mehr wurde vorher und nachher nie für einen frühen 928er bezahlt.
Der Grund? Tom Cruise hatte den handgeschalteten Achtzylinder damals im Film “Risky Business” gefahren. Dies reichte, um den Wagen über 30 mal teurer zu verkaufen als andere Exemplare derselben Gattung.
Ein zu hoher Aufpreis? Nun, gerade wurde eine Holzplatte für USD 718’750 versteigert. Auch diese Holzplatte hatte einen Filmaufritt, sie rettete nämlich Kate Winslet im Film “Titanic” vor dem Untergang, bot allerdings nicht genug Platz, um auch noch Leonardo DiCaprio zu retten, obwohl darüber noch heute gerätselt wird.
Beim Holzstück soll es sich um einen Teil des Türrahmens der Erste-Klasse-Lounge gehandelt haben, ein Filmrequisit. Der Wiederherstellungswert dürfte kaum jenseits von USD 100 liegen.
Demnächst kommt nun der Pontiac Firebird Trans Am SE von 1977 aus dem Film “Smokey and the Bandit” desselben Jahres unter den Hammer. Der deutsche Titel lautete damals "Ein ausgekochtes Schlitzohr" und der Streifen brachte trotz tiefen Produktionskosten von USD 3,4 Millionen im Vertrieb eindrucksvolle USD 300 Millionen ein. Barrett & Jackson versteigert das 6,6-Liter-V8-Coupé mit 3-Gang-Automatik am 18. bis 20. April 2024 in Palm Beach ohne Mindestpreis, aber wenn Burt Reynolds ebenso publikumsträchtig ist wie Tom Cruise, dann dürfte dieser Pontiac Firebird locker die halbe Million USD überschreiten, wäre aber im Vergleich zur Titanic-Holzplatte immer noch ein Schnäppchen.


























