Keine gute Idee?
Auf den ersten Blick sieht dieser MGA aus wie seine vielen Brüderchen. Doch unter dem Blech und teilweise auch im Interieur wurde einiges verändert. Tatsächlich ist dieser 59er MGA elektrifiziert. Das besondere daran ist allerdings, dass bereits im Jahr 2000 ein elektrischer Antrieb im Rahmen eines Universitäts-Studentenprojekts in den britischen Roadster eingebaut wurde, damals noch mit Bleiakkus und Standardkomponenten. So richtig schnell dürfte das Ergebnis nicht gewesen sein und auch die Reichweite war wohl eher bescheiden. Der Umbau erhielt trotzdem den Namen “Chuck Morris”.
Viele, viele Jahre später kam der Wagen in den Besitz eines Elektroingenieurs, der entschied, die elektrischen Komponenten aufzufrischen.
Diese Projekt wurde von “Flash Drive Motors” in Austin (Texas) konsequent und aufwändig umgesetzt und endete mit einem 120 PS-Motor (NetGain Hyper) und 33 kWh Akkukapazität (Tesla). Rund USD 125’000 kostete der erneute Umbau.
Das Ergebnis überzeugte hinsichtlich der Fahrleistungen sicherlich mehr als der erste Elektroumbau.
Offenbar aber wollte sich der Besitzer schliesslich trotzdem von seinem Elektro-MGA-“Chuck-Morris-II” trennen.
Bonhams versteigerte den Wagen anlässlich der Amelia Island Auktion am 29. Februar 2024. Erwartet worden USD 50’000 bis 60’000, aber USD 28’000 (EUR 26’040, CHF 24’640) reichten, um in den Besitz des Elektro-Roadsters zu gelangen. Der neue Eigner zahlte also etwa gleich viel für den aufwändig umgebauten Wagen, wie ein normaler MGA mit Benzinmotor gekostet hätte. Da hätte der Elektroingenieur sein Geld vielleicht auch gescheiter investieren können, z.B. indem er sich einen originalen MGA und einen elektrischen (chinesischen) MG Cyberster zugelegt hätte …
































