Transeurop-Express – Opel Manta mit Sechszylinder
Mitte der Siebzigerjahre vollbrachte eine kleine belgische Firma, wovon Opel-Tuner in ganz Europa träumten, und implantierte den 2,8-Liter-Sechszylinder des Opel Commodore GS in den Bug des werksseitig stets vierzylindrigen Manta A. Der Plan war, mit Werksunterstützung 500 Autos für die FIA-Homologation als Tourenwagen zu bauen, um auf der Rennstrecke wieder gegen Ford Capri und BMW 02 bestehen zu können.
Die motorlosen Manta wurden vom Opel-Werk Antwerpen zu Transeurop Engineering nach Zolder geliefert, wo sie mit dem 142 PS starken Graugusstrumm verheiratet wurden. Um die Gewichtsverteilung nach der Transplantation des schweren Eisenherzes wieder auszugleichen, wurden Motorhaube, Kotflügel und Fortschürze durch GFK-Teile ersetzt und die Batterie in den Kofferraum umquartiert.
"Opel" und "Manta" durfte der belgische Kraftwagen nicht heissen, weshalb er 1974 als TE 2800 auf dem Brüsseler Salon stand – allerdings trotzdem auf dem offiziellen Opel-Stand. Transeurop-Chef Vic Heylen versprach eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h sowie das Erreichen des halben Tempos in 7,9 Sekunden. Angeblich soll sich sogar die belgische Autobahnpolizei für den schnellen Abfangjäger interessiert haben.
In Deutschland wurde der TE 2800 erst von Steinmetz und anschliessend von Irmscher vermarktet. Doch die Ölkrise liess das Homologationsziel weit verfehlen. Nur 79 Sechszylinder-Mantas entstanden bis Transeurop Engineering 1975 insolvent ging. Irmscher versuchte sich daraufhin an einem Nachfolger auf Basis des Manta B. Doch der Irmscher 2800 mit Commodore-GS/E-Motor war noch erfolgloser und entstand nur 27-mal.


























