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Bild (1/1): Pontiac Banshee (1965) - Klappscheinwerfer wie beim späteren Opel GT (© Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions, 2010)
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    Pontiac Banshee - eindrücklicher Auftritt in mehreren Akten

    30. März 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions 
    (17)
    GM Corporation 
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    Beinahe hätte die GM-Tochter mit dem Pontiac Banshee dem einzigen richtigen Sportwagen der Zeit, der Chevrolet Corvette, den Rang abgelaufen. Aber soweit kam es nicht, und auch die Nachfolger mit demselben Namen waren nicht erfolgreicher.

    Pontiac Banshee (1965) - die Linien des Konzeptfahrzeugs nehmen viele Designcharakteristiken späterer GM-Fahrzeuge vorweg
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Amerika im Sportwagenfieber

    Anfangs der Sechzigerjahre befand sich die USA im Sportwagenfieber. Die Europäer hatten erfolgreich demonstriert, dass sich auch kleine Zweisitzer in Amerika verkaufen liessen und die Chevrolet Corvette wurde von Jahr zu Jahr erfolgreicher.

    Plymouth XNR (1960) - flach und gestreckt - Originalaufnahme
    © Zwischengas Archiv

    1960 hatte Chrysler an der New York Auto Show mit dem Plymouth XNR einen von Virgil Exner gestalteten, aufsehenerregenden Sportwagen als Konzeptfahrzeug gezeigt, 1962 doppelte Ford mit dem Mittelmotor-Mustang I nach.

    Ford Mustang (1962) - Misch und Bordinat zeigen den neuen Sportwagen mit Stolz
    © Zwischengas Archiv

    Mit voller Kraft in die Nische

    Diese Entwicklungen waren in der dynamischen Management-Crew von Pontiac nicht unbeobachtet geblieben, genau genommen spielte sie ihr sogar in die Hände, denn das Team um Pete Estes, John DeLorean und Bill Collins hatten schon 1958 begonnen, sich Gedanken um einen zweisitzigen Sportwagen zu machen.

    Weil der Markt für zweisitzige Sportwagen nicht beliebig gross war, die Corvette verkaufte sich knapp fünfstellig um das Jahr 1960, strebte man einen preisgünstigen Sportwagen an, der mit vielen Grossserienkomponenten daherkommen sollte.

    Zudem wollte man einen gewissen Abstand zur Corvette wahren, um den Segen des GM-Management nicht zu verlieren.

    1963 begannen die Arbeiten am Projekt XP-833, als Styling-Einfluss diente vor allem der Showstar Chevrolet Corvair Monza GT aus dem Jahr 1963.

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    Erfolgreiche Konzeption

    Wie die Corvette sollte XP-833 eine Kunststoff-Karosserie erhalten. Darunter wurden Elemente des Pontiac Tempest verbaut, insbesondere die hintere Starrachse mit Wattgestänge. Das Chassis selber wurde aus einem Stahlrahmen mit angeschweissten Stahlblechplatten zusammengesetzt. Die vorderen Aufhängungen orientierten sich ebenfalls am Pontiac Tempest, wurden aber wohl speziell für den Prototypen gebaut.

    Pontiac Banshee (1965) - der Reihensechszylinder im Konzeptfahrzeug leistete rund 165 PS
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Als Motor kam der Reihensechszylindermotor mit 3,8 Litern Hubraum, den es in zwei Versionen gab, einmal mit 165 PS und Einfachvergaser und dann als 215-PS-Sprint-Version mit einem Rochester Vierfachvergasern. Beiden Motoren gemeinsam war die innovativ durch einen Zahnriemen angesteuerte obenliegende Nockenwelle. Für den Gangwechsel kam ein T-10-Vierganggetriebe im Aluminiumgehäuse zum Einsatz.

    Rund 1250 kg brachte der Pontiac Banshee, so wurde XP-833 schliesslich nach einem Militärflugzeug genannt, auf die Waage. Die Grundmasse betrugen 426 x 167 x 114 cm (Länge x Breite x Höhe).

    Optisch war der spitz zulaufende Wagen mit Klappscheinwerfern ein Knüller und er nahm viele Designaspekte späterer Pontiac-, Chevrolet- und Opel-Serienmodelle (u.a. Opel GT) vorweg.

    Pontiac Banshee (1965) - elegante Kunststoff-Karosserie
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions

    Das Coupé wurde einer silberfarbigen Metallic-Lackierung gespritzt, während der Prototyp für ein Cabriolet weiss daherkam. Das Interieur des Coupés war rot ausstaffiert und statt verschiebbarer Sitze liess man die Pedale wandern. Vor dem Fahrer sorgten ein Zweispeichen-Lenkrad und acht Instrumente für eine sportliche Erscheinung.

    Zu 80% serienreif

    Zu rund 80% fertigentwickelt war der Pontiac Banshee, als er erstmals den GM-Entscheidern präsentiert wurde. Natürlich wäre noch einiges an Feinarbeit nötig gewesen zu jenem Zeitpunkt und vor allem hätten noch Anpassungen für die Serienfertigung vorgenommen werden müssen. Aber sie waren komplett fahrtbar und absolvierten harte Testkilometer, auf denen sie ihre Handlingqualitäten bewiesen.

    Pontiac Banshee (1965) - sportliches Interieur im Stil der Zeit - sehr seriennah gehalten
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy RM Auctions
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    Schneller und sportlicher als es GM zuliess

    Präsentiert wurde Mitte 1965 die einfachste Version mit 165 PS und Trommelbremsen ringsum, in den Hinterköpfen der Macher aber standen auch V8-Motoren, Scheibenbremsen an allen vier Rädern und viele Performance-Optionen bereits auf der phantasierten Preisliste. Mit einer über 300 PS starken Flunder hätte man dann wohl nicht nur der damaligen Corvette sondern auch manch anderem Sportwagen das schöne Heck zeigen können.

    Doch der Gegenwind war zu heftig. Chevrolet-Chef Knudson fürchtete um den Markt für seine Corvette und dem GM-Management unter James Roche erschien der Markt für zweisitzige Sportwagen zu klein für zwei konkurrierende GM-Produkte. Das Projekt wurde gestoppt, die zwei Versuchsfahrzeuge weggestellt.

    Ein zweiter Versuch mit vier Sitzen

    Der Name “Banshee” war nach dem Ableben von XP-833 nicht gestorben. Im Jahr 1966 tauchte wiederum ein Pontiac Banshee auf, dieses Mal als Viersitzer, intern als Projekt XP-798 bekannt. Ausgerüstet mit einem V8-Motor und Einzelradaufhängungen hinten wie vorne beeindruckte XP-798 vor allem durch überlange Türen und die Öffnungen im Dach, die schmetterlingsgleich aufklappten und einen besseren Zugang zu den hinteren Sitzen offerierten. Das Design erinnerte ansonsten stark an XP-833.

    Pontiac Banshee (1966) - vierplätziges Konzeptfahrzeug als Konkurrent für den Ford Mustang gedacht, wie der erste Banshee mit innovativen Lösungsansätzen wie den Schmetterlings-Dachpartien für einen leichteren Einstieg
    © Zwischengas Archiv

    Die Präsentation des viersitzigen Banshee war für den New Yorker Autosalon am 8. April 1966 erwartet worden, die Presse hatte bereits entsprechende Vorabinformationen erhalten. Doch kurz vor der Vorstellung wurde der Wagen zurückgezogen, die Öffentlichkeit erblickten den Wagen nie.

    Auch dritte,  vierte und fünfte Variante ohne Serienchancen

    Auch den weiteren Banshees war nur ein Einzelstückschicksal beschieden.

    1968 stellte General Motors mit dem Banshee II eine Kunststoff-Barchetta mit Klappscheinwerfern und Keilform vor, aus der schliesslich der Fiero herauswuchs.

    Pontiac Banshee II (1968) - eine Barchetta-Version auf der Basis des Firebird, später in Richtung Fiero weiterentwickelt
    © Zwischengas Archiv

    1974 zeigte General Motors eine Designstudie, die heute als Banshee III bekannt ist. Die Basis bildete die Plattform des Pontiac Firebird, als besonderes Kennzeichen gelten die breiten Scheinwerfer.

    Pontiac Banshee III (1973) - vierplätziges Coupé mit modernen Zügen
    © Zwischengas Archiv

    Im Jahr 1988 schliesslich zog man den Namen Banshee erneut aus dem Hut und zeigte mit einer zweitürigen und viersitzigen Studie (Banshee IV), in welche Richtung das zukünftige Firebird-Styling angedacht war und überraschte mit einem der ersten Head-Up-Displays und anderen innovativen Interieur-Aspekten.

    Pontiac Banshee (1987) - Konzeptfahrzeug auf Papier
    © Copyright / Fotograf: GM Corporation
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    Überlebt

    Die beiden Ur-Banshees haben überlebt, sie wurden nach dem Stop des Projektes in weiser Vorahnung zur Seite gestellt und nicht zerstört, wie es oft bei nicht erfolgreichen Studien der Fall ist.

    1973 wurden die beiden Versuchswagen an Bill Killen und Bill Collins, beides langgediente Pontiac-Kämpfer, verkauft. Das Coupé tauchte 2001 am Meadow Brook Concours d’Elégance von Meadow auf, wechselte im Jahr 2006 bei einer Barret-Jackson-Auktion den Besitzer für USD 214’500 und wurde 2010 von RM Auctions zum Verkauf angeboten, erreichte aber den geforderten Mindestpreis von rund USD 750’000 damals nicht.

    Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Wagen, der bis heute gerade einmal 1’500 Meilen zurückgelegt hat und nie eine Strassenzulassung hatte, wieder an einer Versteigerung auftauchen wird.

    Die offene Variante befindet sich seit vielen Jahren in einer grossen Konzeptfahrzeug-Sammlung.

    Die Designideen aber, die haben auch im grösseren Stil überlebt und einer der Profiteure war der erfolgreiche Opel GT in Deutschland.

    Opel GT (1966) - der Prototyp auf der New York Auto Show 1966
    © Archiv Automobil Revue

    Und dass die Chevrolet Corvette bis in die Siebzigerjahre der einzige erfolgreiche amerikanische Sportwagen blieb, zeigt, dass die GM-Manager bei ihrem Entscheid 1965 nicht ganz falsch lagen.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ox******:
    01.04.2014 (08:06)
    Immer wieder faszinierend ist die Design-Qualität und Innovationsfreude der amerikanischen Concept Cars - wenn man bedenkt, dass es sich hier um über 50Jahre alte Ideen handelt. Interessanterweise setzten sie sich nur selten im Innenraum fort.
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