Es war einmal ... der Minivan
Sie boten die erhabene Sitzposition eines Lastwagens und konnten auf der Verkehrsfläche eines heutigen Kompaktwagens neben der Besatzung auch noch das Urlaubsgepäck einer fünfköpfigen Familie für drei Wochen Sommerferien transportieren: Minivans – die klassenlosen Alleskönner für all jene, die drei Autos brauchen, aber keine drei Autos wollen. Insbesondere Familien griffen begeistert zu, wenn der Kombi zu klein geworden war.
Gemeinhin gilt der Fiat 600 Multipla von 1956 als der erste, wenn man serienferne Experimente wie den Stout Scarab nicht miteinbezieht. Ihre Hochphase erreichten Renault Espace, Citroën Evasion, Fiat Ulysse, Peugeot 806, Lancia Zeta, Opel Zafira, VW Sharan, Ford Galaxy, Seat Alhambra, Chrysler Voyager, Pontiac Trans Sport, Nissan Serena, Toyota Previa, Mercedes-Benz V-Klasse und wie sie alle hiessen aber erst um das Jahr 2000.
Und heute? Sind von den einst so populären Grossraumlimousinen nur auf PKW gemachte Lieferwagen wie der VW Multivan und der Mercedes-Benz Vito übriggeblieben. Der Opel Zafira basiert jetzt auch auf der Transporter-Plattform von PSA. Der Renault Espace ist neuerdings gar zum SUV mutiert. Nur in den USA gibt es ihn noch reichlich: Chrysler Pacifica, Toyota Sienna, Honda Odyssey – ausgerechnet im Land der unbegrenzten Platzverschwendung.


























