Ein Colt für alle Fälle
Der Waffenfreund hat es natürlich sofort erkannt: Die Überschrift ist falsch. Denn hier sehen wir keinen Colt, sondern links eine Walter PP und rechts eine Astra Cadix. Was das hier auf zwischengas verloren hat? Etwa so viel, wie es 1963 in auto motor und sport verloren hatte. Damals sah jemand in der Kombination aus Handschuhfächern und Handfeuerwaffen die ideale Kombination für die kleine Selbstverteidigung zwischendurch.
Deshalb gab Georg von Stavenhagen in Heft 10 des Jahres nützliche Tipps, welche Meuchelpuffer eine autotaugliche Grösse haben und – was in Deutschland noch viel wichtiger war – welche auch ohne Waffenschein zu erwerben sind. Fünf Jahre zuvor war man sogar noch deutlich gewissenhafter an die Sache herangegangen und hatte elf Pistolen- und Revolvertypen miteinander verglichen. Etwa, wie gut sie die Tür eines handelsüblichen DKW zerschlagen.
Im Frühjahr 1975 brachten die Stuttgarter noch einmal einen Ratgeber zum Thema Verteidigung am Strassenrand. Immerhin war hier die tödliche Vollmantelmunition schon durch Tränengasladungen ersetzt worden. Davon hielt der befragte Waffenexperte allerdings gar nichts – und riet zum klassischen Perkussionsrevolver. Vielleicht war die Zahl der Verkehrstoten in den Siebzigern auch deshalb so hoch...


























