Vergessene Filmautos: der '55er Chevrolet aus "The Pom Pom Girls"
Ach ja, noch einmal High-School-Student in den Siebzigern sein. Die Schlaghose sitzt, jeder hat's mit jedem und Lehrer sind doof. War es nicht so? Zumindest versuchten es uns Filme wie "The Pom Pom Girls" immer wieder weiszumachen, wie es auf allen anderen Oberschulen der USA zuging, nur nicht auf der eigenen. Im Prinzip wäre dieser 89-minütige Hormonüberschuss genauso zum Vergessen wie all die anderen Cheerleader-Streifen der Siebziger, wäre da nicht der 1955er Chevrolet One-Fifty 2-Door Sedan von Jesse, einem der zwei Hauptdarsteller.
Der tomatenrote Tri-Chevy ist das "Girl next door", die alltägliche Schönheit des Siebzigerjahre-Tunings: vorne schmale graue Torq Thrusts, hinten breite verchromte Steelies und dazwischen ein Auspuff, der nicht länger ist als nötig. Kein Chrom, keine Flammen, keine Lufthutzen. Hier hat jemand mit wenigen Mitteln das Beste aus seinem Auto gemacht. Jesses fahrbarer Untersatz ist kein übertriebenes Show-Car, sondern ein leicht individualisierter Gebrauchtwagen, wie er damals auf allen High-School-Parkplätzen in den USA zu finden war.
Leider wird er auch genauso behandelt wie ein 21 Jahre alter Gebrauchtwagen. Und so wird eben nicht nur auf der Strasse, sondern auch daneben ordentlich Gas gegeben. Auto-Liebhaber können sich den Film trotzdem gefahrlos ansehen, denn der Chevy überlebt. Und zumindest das "Hasenfussrennen" gegen den grauen 1964er Ford Galaxie erinnert dann doch an einen grossen Klassiker des Jugendfilms, dessen Titel gleichzeitig die Aktivitäten von Jesse und seinen Freunden ganz gut beschreibt: ...denn sie wissen nicht, was sie tun.


























